TIERE LOVER

Liebst du deinen Tier?
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PostPosted: 2008-01-12 09:08:28
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Joined: 2008-01-12 09:08:28
> http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/716365.html

Kurzfassung:

Ein Jogger wird von einem Hund gebissen und ruft per Handy die Polizei.

Von dem - zu diesem Zeitpunkt an einem Laternenpfahl angebundenen - Hund
geht nach Ansicht der Polizisten eine so groÃźe Gefahr aus, dass man
nicht auf den Tierfänger warten kann, sondern den Hund sofort
erschiessen will.

Da dies wegen der Querschlägergefahr vor Ort nicht
möglich ist, wird der
Hund in den nahegelegenen Wald geführt, dort an einen Baum
gebunden und
von einen Polizisten erschossen.


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PostPosted: 2008-01-12 09:19:54
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Joined: 2008-01-12 09:19:54
Hallo Matthias,

wenn man den gesamten Artikel liest, stellt man fest, daß Deine
Zusammenfassung den trarigen Vorfall ziemlich stark vereinfach, m.M.n. sogar
irreführend ist.

Da ic nicht weiß, wie lange der Artikel noch online ist, habe ich ihn
unten
angehängt.

Wenn man der Zeitung glaubt - und da ich keine anderen Infos habe, muß
ich
das -, dann bleibt das Erstaunen, daß man den Hund weg führen und an
einem
anderen Ort erschießen konnte. M.E. hätte man dann auch auf den
Hundefänger
warten können. Ggf. sollte der Tierschutz in Berlin prüfen, ob ein
Verstoß
gegen das Tierschutzgesetz vorliegt (Töten eines Wirbeltieres ohne
vernünftigen Grund).

Aber es gibt auch einige Dinge, die gegen den Hund und seine Ausführerin
sprechen:

Diese hatte beide Hunde mit nur einer Leine an die Laterne gebunden und sich
vorübergehend entfernt(!).
Der Hund war weiter aggressiv gegen die Polizisten und vorbei gehende Kinder.
Die Halterin konnte nach ihrer Rückkehr den Hund nicht kontrollieren.
Der Dobermann hat einen Polizisten angesprungen und wurde nur vom an der
selben Leine hängenden Jagdhund gebremst.

Wie gesagt, kann ich mir nicht erklären, wie sie es geschafft haben, die
Hündin in den Weld zu bringen. Aber etwas komplizierter als man nach
Deiner
Kurzversion glaubt, war die Angelegenheit offenbar doch.

Traurige Grüße,
Jürgen

---------------------------------------------------------------------
Polizist erschießt aggressiven Hund
Dobermann hatte Jogger gebissen und Kinder bedroht

Andreas Kopietz

Auf dem Gelände des Freizeit- und Erholungszentrums FEZ Wuhlheide haben
Polizisten am Donnerstag einen aggressiven Hund erschossen. Er hatte zwischen
dem Baggersee und dem Hauptgebäude einen Jogger gebissen und Kinder
bedroht.

Am Nachmittag führte die 42-jährige Marion H. aus Karlshorst einen
Jagdhund
und die Dobermannhündin "Karla", die sie in Pflege hatte, in der
Wuhlheide
aus. Der Dobermann war laut Polizei nicht angeleint, obwohl viele Kinder in
der Nähe waren. Als der 44-jährige Dirk H. aus Karlshorst
vorbeijoggte,
sprang der Hund ihn an und biss ihm in den linken Oberschenkel.

Dirk H. alarmierte per Handy die Polizei, und Marion H. nahm den Hund an die
Leine. Gemeinsam warteten der Mann und die Frau vor dem Hauptgebäude des
FEZ
auf die Beamten. Als diese eintrafen, waren beide Hunde an einem
Laternenpfahl angebunden. Sie waren an nur einer Leine befestigt - jedes Tier
an einem anderen Ende. Die Hundebesitzerin war weg. Laut Polizei bellte der
Dobermann wütend die Kinder an, die in großen Gruppen an ihm vorbei
ins FEZ
gingen, weil dort eine Veranstaltung stattfand. Das Tier habe auch aggressiv
auf die Polizisten reagiert. Die Beamten fürchteten, dass es sich
losreißen
und die Kinder anfallen könnte. "Nach einer Weile kam dann auch die
Hundebesitzerin wieder", sagte ein Polizist. Allerdings sei sie nicht in
der
Lage gewesen, den Hund unter Kontrolle zu bringen, der weiterhin auf die
Kinder und die Polizisten losgehen wollte.

In einiger Entfernung wartete der gebissene Jogger, der zudem einen
Schwächeanfall erlitt. Er wurde zwischenzeitlich mit einem Rettungswagen
ins
Krankenhaus Köpenick gebracht. Für die Kinder, aber auch für die
Polizisten
wurde die Situation immer gefährlicher, hieß es. Die aggressive
Dobermannhündin sprang einen Beamten an, der sich mit einem Schlag wehrte.

Der Hund wurde bei der Attacke nur gestoppt, weil der zweite Hund am anderen
Ende der Leine hing.

Weil keine Zeit mehr war, um auf die Tierfänger zu warten, entschlossen
sich
die Beamten, das wütende Tier zu erschießen. Weil das wegen des
Betonbodens
und der damit verbundenen Gefahr eines Querschlägers vor Ort nicht
möglich
war, musste der Hund in das angrenzende Waldstück gebracht werden.
Inzwischen
waren weitere Polizisten sowie Wachschützer hinzugekommen. Nach Angaben
eines
Polizeisprechers gelang es den Männern, das wütende Tier an einen
Baum
anzubinden. Dort beendete ein Beamter das Drama mit seiner Dienstpistole.

Gegen Marion H. wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher
Körperverletzung eingeleitet.


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PostPosted: 2008-01-12 10:25:27
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Matthias Taube schrieb:

> > http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/716365.html
>
>Kurzfassung:
>
>Ein Jogger wird von einem Hund gebissen und ruft per Handy die Polizei.
>
>Von dem - zu diesem Zeitpunkt an einem Laternenpfahl angebundenen - Hund
>geht nach Ansicht der Polizisten eine so große Gefahr aus, dass man
>nicht auf den Tierfänger warten kann, sondern den Hund sofort
>erschiessen will.
>
>Da dies wegen der Querschlägergefahr vor Ort nicht möglich ist,
wird der
>Hund in den nahegelegenen Wald geführt, dort an einen Baum gebunden
und
>von einen Polizisten erschossen.

Stellt sich mir die Frage, wie man ein solch aggressives Tier einfach
so an der Leine in den Wald führen kann, ohne dass das bissige Ende
der Leine (die ja imho flexibel ist) sich umdreht.

Wäre interessant, die wirklichen Umstände zu kennen.

Gruß

Inge

--
Die Hunde haben mehr Spaß an den Menschen als diese an den Hunden,
weil der Mensch offenkundig die komischere der beiden Kreaturen ist.
[James Grover Thurber]


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PostPosted: 2008-01-12 10:44:10
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Matthias Taube schrieb:
> > http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/716365.html
>
> Kurzfassung:
>
> Ein Jogger wird von einem Hund gebissen und ruft per Handy die Polizei.
>
> Von dem - zu diesem Zeitpunkt an einem Laternenpfahl angebundenen - Hund
> geht nach Ansicht der Polizisten eine so groÃźe Gefahr aus, dass
man
> nicht auf den Tierfänger warten kann, sondern den Hund
sofort
> erschiessen will.
>
> Da dies wegen der Querschlägergefahr vor Ort nicht
möglich ist, wird der
> Hund in den nahegelegenen Wald geführt, dort an einen Baum
gebunden und
> von einen Polizisten erschossen.

Den Polizisten sollte man auch erschiessen, weil von ihm eine
offensichtlich viel grössere Gefahr ausgeht.

Der Hund muss ja extrem gefährlich gewesen sein, wenn man ihn
noch in
den Wald führen konnte ....*unglaublich*

--
Grüsse
Petra

Keine Panic auf der Titanic,
Jeder kommt ins Wasser....


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PostPosted: 2008-01-12 10:56:33
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Inge Hambuch schrieb:
> Matthias Taube schrieb:
>
>>>
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/716365.html
>> Kurzfassung:
>>
>> Ein Jogger wird von einem Hund gebissen und ruft per Handy die
Polizei.
>>
>> Von dem - zu diesem Zeitpunkt an einem Laternenpfahl angebundenen -
Hund
>> geht nach Ansicht der Polizisten eine so große Gefahr aus, dass
man
>> nicht auf den Tierfänger warten kann, sondern den Hund sofort
>> erschiessen will.
>>
>> Da dies wegen der Querschlägergefahr vor Ort nicht möglich
ist, wird der
>> Hund in den nahegelegenen Wald geführt, dort an einen Baum
gebunden und
>> von einen Polizisten erschossen.
>
> Stellt sich mir die Frage, wie man ein solch aggressives Tier einfach
> so an der Leine in den Wald führen kann, ohne dass das bissige Ende
> der Leine (die ja imho flexibel ist) sich umdreht.
>
> Wäre interessant, die wirklichen Umstände zu kennen.
>

Stimmt.
Jogger gebissen könnte einfach auf Beutetrieb beruhen -> Halter
wäre die
Ursache.

Kinder bedroht -> müsste man erstmal wissen warum, also wie haben sich
die Kinder dem Hund gegenüber verhalten? Haben sie sich überhaupt
irgendwie ihm gegenüber verhalten?

Wäre zu differenzieren.

Das der Halter seinen Hund nicht unter Kontrolle bringen konnte, lässt
aber noch immer nicht den Schluss zu das der Hund tatsächlich aggressiv
war, sondern dass der Halter hier schon vorher nichts unter Kontrolle hatte.

Selbst wenn der Hund aggressiv war, müsste das der Halter schon vorher
gewusst haben und hätte entsprechende Sicherungsmaßnahmen treffen
müssen.

Aber das Wort aggressiv wird schnell verwandt, wirklich generell
aggressiv sind aber denke ich die wenigsten Hunde.

Ich habe nur einen bisher kennengelernt auf den das zutraf.



--
Grüsse
Petra

Keine Panic auf der Titanic,
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PostPosted: 2008-01-12 11:11:40
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Joined: 2008-01-12 11:11:40
In news:j49m55-ru3.ln1@news5.news.arcor.de,
*Matthias Taube* <no html.max50kb@nurfuerspam.de> scriveva/wrote/schrieb:

||| http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/716365.html
||
|| Kurzfassung:
||
|| Ein Jogger wird von einem Hund gebissen und ruft per Handy die
|| Polizei.
||
|| Von dem - zu diesem Zeitpunkt an einem Laternenpfahl angebundenen -
|| Hund geht nach Ansicht der Polizisten eine so große Gefahr aus, dass
|| man nicht auf den Tierfänger warten kann, sondern den Hund sofort
|| erschiessen will.
||
|| Da dies wegen der Querschlägergefahr vor Ort nicht möglich ist,
wird
|| der Hund in den nahegelegenen Wald geführt, dort an einen Baum
|| gebunden und von einen Polizisten erschossen.

Und wer hat dann den Bullen erschossen?

Also ehrlich, wer soll sowas denn glauben?

--
Wuff
Le Bestioline (non puntate / nicht punktiert / no dots)

www.millenniumdogs.net

Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.
Dio creò l uomo perché la scimmia l aveva deluso.
Dopo però rinunciò ad altri sperimenti.
[Mark Twain]


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PostPosted: 2008-01-12 11:18:37
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Joined: 2008-01-12 11:18:37
Petra Lampe schrieb:

>Inge Hambuch schrieb:

>> Stellt sich mir die Frage, wie man ein solch aggressives Tier einfach
>> so an der Leine in den Wald führen kann, ohne dass das bissige
Ende
>> der Leine (die ja imho flexibel ist) sich umdreht.
>>
>> Wäre interessant, die wirklichen Umstände zu kennen.
>>
>
>Stimmt.
>Jogger gebissen könnte einfach auf Beutetrieb beruhen -> Halter
wäre die
> Ursache.
>
>Kinder bedroht -> müsste man erstmal wissen warum, also wie haben
sich
>die Kinder dem Hund gegenüber verhalten? Haben sie sich überhaupt

>irgendwie ihm gegenüber verhalten?

Warum hat der Hund, der ja ursprünglich frei lief, nicht sofort die
Kinder angegriffen oder bedroht?

So wie ich das verstehe, reagierte er auf die Kinder erst, nachdem er
angeleint war

>Das der Halter seinen Hund nicht unter Kontrolle bringen konnte, lässt

>aber noch immer nicht den Schluss zu das der Hund tatsächlich
aggressiv
>war, sondern dass der Halter hier schon vorher nichts unter Kontrolle
hatte.

Nicht der Halter - der Hund war lt. Zeitung bei der Frau in Pflege.

>Selbst wenn der Hund aggressiv war, müsste das der Halter schon vorher

>gewusst haben und hätte entsprechende Sicherungsmaßnahmen
treffen müssen.

Siehe oben - bei bekanntem Fehlverhalten des Hundes sind da imho beide
gefragt - Halter und Führer.

Gruß

Inge

--
Die Hunde haben mehr Spaß an den Menschen als diese an den Hunden,
weil der Mensch offenkundig die komischere der beiden Kreaturen ist.
[James Grover Thurber]


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PostPosted: 2008-01-12 11:40:23
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Joined: 2008-01-12 11:40:23
Hallo Inge,

> Stellt sich mir die Frage, wie man ein solch aggressives Tier einfach
> so an der Leine in den Wald führen kann, ohne dass das
bissige Ende
> der Leine (die ja imho flexibel ist) sich umdreht.
>
> Wäre interessant, die wirklichen Umstände
zu kennen.

Kann man sich ja anhand des Zeitungsarikels zusammenreimen.

Polizisten die wenig Hundeverstand oder wahrscheinlich sogar Angst vor
Hunden haben.

Ein Hund, der wegen der ganzen Situation in Panik ist und nach allem
schnappt, was in Reichweite ist, um sich zu schützen.

Aber auch bei einer falschen Situationseinschätzung "Hund
könnte sich
losreiÃźen und Kinder bedrohen" ist nach m.E. bei weitem noch
nicht die
Schwelle für einen Schusswaffeneinsatz gegeben. Es bestand keine

unmittelbare, gegenwärtige Gefahr. Man hätte gut
warten können, bis der
Tierfang oder Personen mit Sachverstand (es soll ja auch bei der Polizei
Hundeführer geben) eintreffen.

Was mich bei solchen Berichten immer so entsetzt ist das auch niemand
der Passanten, von denen ja sicher auch einige Hundeverstand haben,
eingreift. Es hätte ja vmtl. gereicht wenn die beiden Hunde
getrennt an
verschiedenen Stellen angebunden werden und dort einen Moment in Ruhe
gelassen werden.


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