Ein Kilogramm Hundefleisch kostet umgerechnet 100 Euro
Bernhardiner sind neue Leibspeise der Chinesen
Treues Haustier und robuster Rettungshund. In Europa sind Bernhardiner wegen
ihres guten Charakters beliebt. In China weil sie so viel Fleisch geben.
Bernhardiner ist dort der neueste Schrei auf den Hundemärkten, so der in
Frankreich erscheinende Rohstofführer "CycleOpe". Ein Kilo
kostet rund
tausend Yuan - etwa einhundert Euro. Vor 15 Jahren wurden die ersten
Bernhardiner aus der Schweiz nach China exportiert. Die Tiere eignen sich
besonders zur Schlachttierzucht, weil sie rasch ansetzen und viele Welpen
bekommen. Seit die Behörden die "Fleischhund-Zuchten"
subventionieren, boomt
der Markt.
10 000 werden pro Jahr gezüchtet
Über 50 Betriebe produzieren eine Jahresmenge von 10 000
"Stück", die Zahl
der Mischlinge geht in die Millionen. Unter Feinschmeckern gilt das Fleisch
als besonders zart - dank besonderer Schlachtmethoden: Sie werden mit dem
Kopf nach unten aufgehängt in siedendes Wasser getaucht, mit
Elektroschocks
mißhandelt und Knüppeln zu Tode geprügelt
Hinter diesen Quälereien steckt der verbreitete Irrglaube, daß die
Streßhormone, die das Tier während des Todeskampfes
ausstößt, das Fleisch
schmackhafter machen.
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/060602/china.html