Maico Schulz wrote:
> Mens Canis schrieb:
>
>> wenn ein hund hingerissen einer spur nachschnüffelt.
>> wenn ein mensch hingebungsvoll ein bild malt.
>> dafür muss jeder von uns seine höchstpersönlichen
talente entdecken.
>>
>> dort wo ein wesen selbstvergessen agiert:
>> das ist selbstbelohnend.
>
> Du meinst diesen Flow-Zustand, wenn man irgendwas tut und es einen
> komplett ausfüllt, so sehr, daß man Zeit, Ort und Raum
vergißt, ja
> sogar so etwas profanes wie Hunger und Durst?
> Der ist in der Tat selbstbelohnend. Allerdings, wer jemals sowas erlebt
> hat, der weiß: Das ist nicht aus dem Stand abrufbar, daß kommt
> manchmal so einfach und dann wieder nicht.
Es muss aber nicht immer dieser himmlische Flow-Zustand sein, sondern
ganz normale Tätigkeiten können auch selbstbelohnend sein, nehm doch
mein Beispiel mit dem Garteln, das ist jederzeit abrufbar, wenns nicht
grad regnet, ich vergesse nicht Zeit, Ort und Raum, aber ich mach das
einfach gern, und genau das ist die Belohnung.
>
> Ich vermute, Hunde haben sowas auch, vielleicht öfters und leichter
zu
> erreichen als wir stets nachdenkenden und grübelnden Menschen.
> Allerdings befürchte ich, unsre subjektive Wahrnehmung spielt uns
> manchmal ein Theater, weil wir unsre Wünsche in die Wahrnehmung
unsres
> Hundes hineininterpretieren.
>
> BTW, eines der wenigen Dinge, wo ich garantiert in eine Art Flow fallen
> kann ist beim Lagerfeuer. Also, da kann ich alles vergessen und
> stundenlang reinstarren.
> Ähnliches passiert mir nur ab und an beim Schreiben.
>
> Es gibt aber noch eine andere Art der Selbstbelohnung, und die tritt
> ein, wenn man ein Problem aus der Welt geschafft hat. Jenes komische
> Gefühl, daß man es gepackt hat.
Jedes Erfolgserlebnis ist so, nur ist in dem Fall dann der Erfolg schon
die Belohnung für die Arbeit, die man vorher geleistet hat. Das würde
ich nicht mehr als selbstbelohnend einstufen. Wenn ich in meiner
Werkstatt sitze und (gern) arbeite, ist die Arbeit an sich
selbstbelohnend. Das Stück, das ich dann erzeugt habe und für gut
befinde, ist dann der Erfolg. Ich könnte ja auch die Arbeit hassen und
nur tun, um dann den Erfolg zu haben. Das sind meiner Meinung nach zwei
verschiedene Dinge.
> IMHO lässt sich es z.Tl. auf den Hund übertragen. Und - auch
wenn man
> es nicht mehr hören mag - das Prinzip des Clickerns hat dies inne. :)
Für den Mensch oder für den Hund?
Gruß, Monika
--
Monika Schleidt
monika6@schleidt.org
www.schleidt.org/MSKeramik
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