Post subject: Hilfe... wie das Sprichwort "Hund und Katz"
Posted: 2003-07-02 09:52:25
Replies: 126 Views: 1361
franz hegele schrieb:
>> Nach 2 Tagen hatte sich
>> das Thema erledigt. Jetzt sitzt Thales oft unterm Tisch und die
>> Katzen spielen mit seiner Rute :-)
>
> - "seine Katzen" wohlgemerkt.
>
> " DIE Katzen " gibt es für keinen Hund - ausser, ihm sind
ALLE
> Katzen völlig schnurz .. hab ich aber noch nicht erlebt.
Wie gesagt, Thales interessiert sich für Katzen normalerweise nicht,
nur DIESE hatten es ihm irgendwie angetan.
Im Fall von Detfefs Hund ist es ja zunächst mal völlig in Ordnung,
wenn er sich mit "seinen Katzen" so verhält - mehr will Detlef
doch
gar nicht.
Gruß
Jenny
> Es sollten jedoch die Commerzies fernbleiben (oder "sterben"
> (tot?gehn?)
> gehen )
Der "Commerzie" um den es hier geht, ist Martin Pietralla, der, wie
viele hier wohl wissen, unter anderem Bücher zum Thema Clickertraining
schreibt und Kurse hält. Er lässt uns hier dankenswerter Weise an
seinem Wissen teilhaben, von Werbung habe ich hier von ihm noch nichts
gelesen.
Es gibt hier noch mehr Menschen, die mit Hunden Geld verdienen:
Züchter, Hundefriseure, Tierheimmitarbeiter (womit ich nicht meine,
dass Tierheime Geld einnehmen, aber die "nicht-ehrenamtlichen"
Mitarbeiter eines Tierheimes werden vermutlich auch Gehalt
bekommen).... auf ihre Art und Weise ja alle irgendwie "Commerzies".
Willst Du die alle ausschliessen, weil es ja "Commerzies" sind?
Werbung ist hier nicht erwünscht, ich wüsste nicht, warum Leute mit
Fachwissen nicht erwünscht sein sollten, sowieso dann, wenn sie eben
keine Werbung machen. Ich jedenfalls bin froh über jeden Satz, den
Martin Pietralla hier schreibt - und bei vielen anderen "Commerzies"
ebenso. Der Angriff von Klaus war definitiv unpassend und daneben!
> Letztens.
> Wenn ein Professor keine Zeit hat sollte er den Hund, wie alle
> Menschen
> die keine Zeit haben (99 % in der Bundesrepublik Deutschland)
> abgeben!
Auch mit diesem Professor ist wieder Martin Pietralla gemeint, und
hier ging es nicht darum, dass er keine Zeit für seinen Hund hat,
sondern wieviel Zeit ein Professor (Physik, wenn ich richtig
informiert bin?), der ganz "nebenbei" auch noch Tierheimhunde
resozialisiert usw. noch hat, um mit seinem Hobby Geld zu verdienen .
Manchmal hilft es, wenn man eine Diskussion nich nur anliest, bevor
man sich reinhängt...
> Vergesst alle "Hilfs-Quäl-mittel", nehmt euch Zeit und gebt
EUCH
> Mühe!!!
>> Der "Commerzie" um den es hier geht, ist Martin Pietralla,
der, wie
>> viele hier wohl wissen, unter anderem Bücher zum Thema
>> Clickertraining schreibt und Kurse hält.
>
> das ist doch genau der Punkt den Klaus W. angesprochen hat. Er kann
> doch durchaus, z.B. in seiner sig, angeben das er Bücher schreibt
> und Kurse hält über clicker-training damit man das von ihm
> geschriebene richtig einsortieren kann.
Ich bin mir sicher, dann würden ihm erst recht kommerzielle Interessen
unterstellt. Hast Du in irgend einem seiner Postings einen Hinweis
gefunden, wo er den Besuch seiner Kurse oder den Kauf seiner Bücher
empfiehlt? Ich nicht. Im Gegenteil, genaugenommen spannt er sich ja
selbst seine Kundschaft aus, warum die Bücher kaufen, wenn man im
Usenet und in diversen Foren von ihm praktisch "massgeschneiderte"
Tipps bekommen kann?
>> Er lässt uns hier dankenswerter Weise an seinem Wissen teilhaben,
>> von Werbung habe ich hier von ihm noch nichts gelesen.
>
> Vielleicht macht er es ja doch nicht uneigennützig, may be.
Ich lese diese Newsgroup aus eigennützigen Motiven: ich will lernen
und Erfahrungen austauschen. Und Du? Martin macht keine Werbung für
seine Bücher und Kurse, wo also ist das Problem?
> Abschließend möchte ich nocheinmal sagen, das für mich so
ein
> Knallfrosch nicht infrage kommt.
Du wirst es nicht glauben: das ist mir völlig egal. Ob Du Deinen Hund
mit Clicker, Fingerschnipsen, Pfeifen oder Rumba-Tanzen ausbildest,
oder ihm Fachliteratur zu lesen gibst, ist für mich völlig
uninteressant.
> Erstens hole ich mir keine Bestie aus dem TH
Sind also alle Hunde aus dem Tierheim Bestien?
> und zweitens habe auch kein störrisches Pferd vor dem
> ich mich fürchten muß.
Ich habe ein ausgesprochen freundliches Pferd, vor dem ich mich nicht
fürchten muss, das aber ein einem bestimmten Punkt, vermutlich durch
eine gewaltsame Ausbildung bevor ich ihn bekam, massive Probleme
hatte. Was genau sollte Dein Seitenhieb mir sagen?
> Ich hole mir einen Welpen oder einen
> verträglichen Hund, mit dem ich ganz normal in der menschlichen
> Sprache kommunizieren kann.
Ich kann mit meinen Hunden und meinem Pferd auch ohne Clicker
kommunizieren. Für den Hund oder das Pferd ist es mit Clicker aber oft
einfacher, dadurch für uns alle effektiver und macht Spass.
> Ein kleines Beispiel: Wir haben in ca.
> 350 Meter Entfernung ein kleines gemeindeeigenes Grundstück wo die
> Hunde sich lösen können. Ich brauchte zu meinen bisherigen
Hunden
> nur sagen, geh mal pischern, dann sind sie zum Platz gelaufen und
> haben ihr Geschäft gemacht. Wenn sie nicht mußten sind sie so
> wieder gekommen.
Was willst Du mir mit diesem Beispiel sagen? Ich bin verwirrt, leider
habe ich keine Ahnung, was das mit Teletakt oder Clicker zu tun hat?
Gruß
Jenny
> Also, der Hund lernt, mich zu dressieren. Hund agiert, ich bin der
> Broeckchenautomat.
Genau.
> Letztendlich will ich aber einen Hund, der auch mal macht, was ich
> sage.
>
> Wann genau drehe ich denn die Rollen um? Wie kriege ich den Hund
> dazu, sich auch mal zu setzen, nur weil ich das sage, z.B. an ner
> Ampel (und ohne das ich mit der Salami in der Hand wedele)?
Das Stichwort heisst "Signalkontrolle". Hund lernt zunächst:
sich
setzen löst den Futterautomaten aus. Es klickt und dann gibt es etwas.
Danach führst Du ein Signal ein. Die Chance auf Click und Belohnung
besteht dann nur noch dann, wenn Du vorher das Signal gegeben hast.
Ein Signal führst Du dabei erst dann ein, wenn der Hund das Verhalten
schon sehr zuverlässig zeigt. Und wenn Du Dir dann zu 99% sicher bist,
dass er sich gleich hinsetzen wird, gibst Du das Signal. Hund setzt
sich und bekommt Click und Leckerchen. Hund lernt dabei durch
Wiederholung, dass sich das Verhalten nur noch lohnt, wenn vorher das
Signal kommt (Futterautomat kaputt, funktioniert nur noch manchmal
;-). Das muss natürlich genauso mit steigender Ablenkung geübt
werden - und dann macht Hund auch an der Ampel sitz - ohne Salami in
der Hand.
> das läuft darauf hinaus, dass du nur das formen, fördern etc
kannst,
> was dein Hund dir anbietet. Dass du auf seine Initiative wartest.
Jep. Ich warte auf ein Ansatzverhalten. Idealerweise nehme ich ein
Ansatzverhalten, dass der Hund relativ häufig zeigt, ich fange also
sehr klein an und belohne sehr häufig. Mir fällt so spontan kein
wünschenswertes Verhalten des Hundes ein, für das es nicht ein
zumindest winzigkleines Ansatzverhalten des Hundes gäbe - wenn Dir
etwas einfällt, dann darfst Du mich gerne korrigieren.
> In einem funktionierenden Team Mensch/Hund sollte es allerdings,
> wenn man den meisten Experten glauben darf, so sein, dass Mensch
> derjenige ist, der sagt, wo es lang geht, d.h. die Initiative
> ergreift. Anders funktioniert es im Wolfsrudel auch nicht.
1. Der Hund ist kein Wolf. Die Vergleiche mit Wolfsrudeln hinken.
2. Stell das erwünschte Verhalten unter Signalkontrolle, und Du
"sagst, wo es langgeht".
> Die Folgen dieser Erziehung (ich warte darauf, was mein hund
> mir so anbietet) sind Hunde, die tun, was sie wollen.
Jep, das sind sie. Toll oder? Weil die Hunde nämlich tatsächlich tun
was ich will, und das gleichzeitig das ist, was sie wollen. Weil sie
gelohnt haben, dass ihr positives Verhalten sich lohnt - nicht weil
sie Angst vor Strafe haben.
> - mein lieber Schwan ... ganz schön kompliziert , das ... auch
> wenn sich schön langsam die Nebel lichten.
es ist zum Glück nicht halt so kompliziert, wie es sich anhört. Das
Schwierigste ist einerseits das richtige Timing und andererseits das
richtige Einordnen von Ansatzverhalten.
> Vorteil : wenn mans kann, dann kann man auch Delfine dressieren.
Hm, ich clickere mit meinen beiden Hunden, aber Delphine würde ich mir
sicher nicht zutrauen.
> Nachteil : es besteht die grosse Gefahr, dass ich von meinem Hund
> dressiert werde .. erinnert mich irgendwie an dem Witz mit dem
> Pferd, dem der Tierarzt per Blasrohr eine grosse Abführpille
> verpassen will.
Der große Vorteil: das Schlimmste, was Dir beim Clickern passieren
kann, ist dass der Hund nicht lernt, was er eigentlich lernen sollte.
Dann kann ich stöhen, mir ob meiner eigenen Dummheit an den Kopf
fassen und von Vorne anfangen.
Sally würde ich aus Spass an der Sache gerne eine Rolle beibringen.
Vorgestellt hatte ich mir die Reihenfolge: hinlegen - auf die Seite
legen - Kopf nach hinten nehmen - rumdrehen. In kurzer Zeit lag Sally
und ich wollte als nächstes jede Kopfbewegung im Liegen clicken, damit
sie nach und nach mehr auf die Seite kommt und den Kopf nach hinten
nimmt. Dummerweise war die erste Kopfbewegung ein Kopf ablegen. Somit
haben wir jetzt ein bombenfestes "Down" (noch nicht unter
Signalkontrolle), aber kommen aus der Nummer mit dem Kopf ablegen
nicht mehr raus. Selbst Schuld. Ich werde jetzt also wohl "Down"
unter
Signalkontrolle bringen und dann mit der Rolle von vorne anfangen.
Neues Spiel - neues Glück ;-)
> Ich habe festgestellt, dass es manchmal schwieriger ist, eine neue
> Übung zu clickern, die aus der gleichen Startposition anfängt
wie
> die vorherige, also wie in deinem Beispiel beide Sachen aus dem
> Liegen. Und könnte man die Rolle nicht auch mit Futterlocken
> zumindest beginnen?
Die Übung vorher war Slalom durch die Beine, hatte also mit gleicher
Startpositionen nichts zu tun. Bestimmt könnte man die Übung mit
Locken beginnen, aber mein Ehrgeiz war ja, sie frei zu shapen. Und
ganz ehrlich: wenn mein Hund nie eine Rolle lernt, weil ich zu dämlich
dazu bin, dann kann ich damit ziemlich gut leben ;-)
Ich werde also das Down mal unter Signalkontrolle stellen (kann man ja
immer mal brauchen) und erstmal was anderes lustiges üben (Du hast
Recht, gleich im Anschluss wieder mit der Rolle anzufangen, würde
möglicherweise schief gehen). Und dann schauen wir mal, ob wir nicht
doch noch eine "ungelockte Rolle" hinbekommen. Wie gesagt, diese
Übungen sind ja nur zum Spass. Wenn es klappt, ists gut, wenn nicht
geht das Leben auch ohne Rolle super weiter.
> Der Hund lernt erstmal im Park.. das klappt.
> Muss ich dann an der Ampel wieder von vorne anfangen? Also so lange
> an der Ampel stehen bleiben, bis der Hund sich von sich aus setzt,
> das wird dann geclickert?
Ein klares jein ;-) Wie viel ablenkungsreicher ist denn die Situation
an der Ampel, als die im Park? Der Hund muss natürlich von der
Ablenkung her noch in der Lage sein, Dich wahr zu nehmen. Also, ich
würde das Verhalten in ablenkungsarmer Umgebung unter Signalkontrolle
stellen. Und dann die Ablenkung langsam steigern. Also nicht vom
Wohnzimmer aus (wo er Sitz auf Signal gelernt hat) gleich in den Park
mit 20 Hunden und jeder Menge Fussgänger, Radfahrer, Jogger aussenrum,
sondern erstmal in den eigenen Garten oder auf eine ruhige und
bekannte Wiese. Von da aus dann vielleicht in eine wenig belebte
Straße. Wenn es irgendwo nicht funktioniert, war der Schritt zu gross,
dann wieder ein paar Schritte zurück (also wenn es auf der Wiese
klappt, aber an der Straße noch nicht, und auf der Wiese weiter an der
Zuverlässigkeit arbeiten, und dann zurück zur Straße).
Gruß
Jenny
> Wenn ich bis jetzt alles richtig verstanden habe:
> Die Filosofie beim Clicker-Training geht davon aus, dass der Hund im
> Ansatz etwas macht, das wird dann solange bestaerkt und geformt, bis
> es irgendwann so ist, wie ichs sehen will.
Ja, genau. Und das darf ruhig sehr klein anfangen. Je nachdem wie
schwierig eine Übung für einen Hund ist, kann es schon ein Blick
ungefähr in die richtige Richtung sein, ein Muskelzucken oder
Ähnliches. Das muss man halt erkennen können, dann hat man ein
Ansatzverhalten, von dem aus man shapen kann.
> Jetzt nehme ich mir einen Hund aus dem Tierheim (Second-Hand-Hund),
> der auf Grund bisheriger Erfahrungen bestimmte Verhaltensweisen
> ueberhaupt nicht zeigt.
Ja, aber irgendeinen Ansatz wird er doch zeigen? Ein Blick, ein
Muskelzucken wie gesagt, das kann schon der Ansatz sein.
> Beispiel: Hund will nicht ins Auto, absolut nicht. Wenn die Autotuer
> geoeffnet wird, laeuft der Hund weg.
> Wo wird jetzt genau was geclickert?
Das kommt ganz extrem auf den Hund an. Was könnte denn schon richtig
sein? Das Auto angucken zum Beispiel? Aus einer Entfernung, die für
den Hund noch sicher ist? Ein Schritt auf das Auto zu? Fang auf jeden
Fall in einer Entfernung an, in der der Hund noch nicht wegläuft. Geh
zum Auto, mach die Tür auf, hol Deinen Hund. Was erträgt er ohne
Streß? 10 Meter Abstand zum Auto? Prima, dann fang da an. 20 Meter?
Na, dann eben 20 Meter. 100 Meter? Dann gib ihm die 100 Meter. Und
wenn er in diesem Abstand zum Auto schaut: Click und Belohnung. Da
Auto offensichtlich Stress für den Hund ist, würde ich es sehr kurz
halten. 2-3 Blicke, Jackpot, Ende für heute. Am nächsten Tag wieder.
Irgendwann, dann nicht mehr das schauen clicken, sondern den ersten
Schritt auf das Auto zu. Und dann noch einen. Bis ihr am Auto seid.
Dann reinschauen. Dann berühren des Autos. Eine Pfote reinsetzen. 2
Pfoten. Alle Pfoten. Wichtig jeweils: der Click beendet die Übung. Und
für den Hund wird das bedeuten, dass Abstand zum Auto kriegen am Anfan
g wichtiger ist, als ein Leckerchen (Sicherheit ist eine sehr wichtige
Ressource!). Er wird also vermutlich sofort wieder aus dem Auto
raushüpfen. Und das ist ok! Das oben geschriebene ist natürlich sehr
grob und ohne den Hund zu kennen, traue ich mir nicht zu, da eine
wirkliche Anleitung zu geben (ich clickere mit meinen 2 Hunden und
meinem Pferd, ich bin aber kein Ausbilder und habe aber keine wirklich
ernsthaften Probleme mit meinen Hunden zu bewältigen, bestimmt könnte
Dir ein Martin Pietralla oder Thomas Lüning besser helfen und genauer
Auskunft geben).
> Oder, noch besser, ein Hund, der schon konditioniert ist, um
> irgendwas so und so oder grad gar nicht zu machen.
> Ein Verhalten, das sich gar nicht zeigt, wo wird dann angesetzt?
Viel, viel, viel kleiner eben. Was macht er denn nicht mehr? In Deine
Nähe kommen? Ok, aber in einiger Entfernung einen Schritt auf Dich zu
oder ein Bick in Deine Richtung oder zumindest das Bewegen eines
Beines in Deine Richtung?
Ich hoffe Du verstehst, was ich meine. Wichtig ist vor Allem, den
Ansatzpunkt klein genug zu wählen und die Steigerungsschritte ebenso.
Halte jeden weiteren Schritt so klein, dass der Hund leicht zu
Erfolgserlebnissen kommt, umso motivierter wird der Hund mitarbeiten.
Und auch wenn es umständlich klingt: Hunde lernen so sehr schnell!
Mein geschildertes Down-statt-Rolle entstand in 2 Trainingseinheiten
von je 2-3 Minuten Länge. Nur der Anfang dauert evtl. länger, der
Hund
muss erst lernen, dass Eigeninitiative erwünscht ist, und das kann
manchmal recht lange dauern. Mit meiner Hündin, die ich ursprünglich
mit Leinenruck usw. ausgebildet habe (mit üblen Folgen übrigens, sie
hat sich lange nicht getraut, mich wirklich anzuschauen, obwohl ich
ausser dem Leinenruck nie weitere Gewalt eingesetzt habe) habe ich 2
Wochen fürs Fussballspielen gebraucht. Jeden Blick zum Ball hab ich
geklickt, jedes Zucken im Bein.... Lange hat es gedauert, ermüdend war
es (ich hatte mit Clickern gerade erst angefangen, Sally natürlich
auch), aber als wir es geschafft haben, haben wir auch wieder einen
richtigen Draht zueinander gefunden.
Gruß
Jenny
> hier noch eine kurze Ergänzung zu meinem obigen "cetero
censeo" :
hier muss ich mal kurz einhaken, obwohl ich weiss, dass es nicht zum
Thema gehört, aber als ehemaliger Latein-Schülerin rollen sich mir
jedes Mal die Fussnägel hoch:
Sollte sich Latein in den letzten 15 Jahren nicht sehr verändert
haben, dann müsste es "ceterum censeo" heissen, im Kontext:
"ceterum
censeo carthaginem esse delendam" (im übrigen bin ich der Meinung,
dass Karthago zerstört werden muss), also "um" statt
"o". Ich lasse
mich natürlich gerne eines Besseren belehren (in Latein war ich nie
die große Leuchte), aber mit eingerollten Fussnägeln kann ich nicht
mit meinen Hunden spazieren gehen - und die sagen mir gerade sehr
deutlich, dass es jetzt mal höchste Zeit dafür ist!
Also sorry fürs OT und so, aber das musste raus ;-)
Gruß
Jenny
> On Sat, 19 Jul 2003 16:13:03 +0200, franz hegele
> <franz.hegele@web.de> wrote:
>
>> Ich hadere mit mir ob meines leichtfertigen outings als
>> Neusprachler.
>
> Korrektur : .. ob meines leichtfertigen und VORSCHNELLEN ... ;-)
>
> http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.cgi?USER=user
611&ACTION=view&ENTRY=1058654507&mainid=1058626899
...und das Originalzitat lautet eben trotzdem "ceterum censeo
carthaginem esse delendam". Das gelegentlich verwendete "ceterum
censeo" soll im Allgemeinen einen Ausschnitt aus exakt diesem Zitat
darstellen. Aber wenn es Dich glücklich macht, Franz, dann schreibe
doch weiterhin cetero censeo.
> Das zetern ist uninteressant. Aber es sollte vielleicht nicht
> unerwähnt bleiben, dass der jagdtrieb enorm unterschiedlich
> ausfällt. Insofern hast du wahnsinnig glück und alle leute,
denen
> es genauso geht, sollten nicht in vesuchung fallen, das anderen
> vorzuhalten. Jagtrieb und jagdtrieb können von verschiedenen
> sternen stammen.
Da ich die von Tobias erwähnte Freundin bin, die Thales mittels
Quietschball zurückbeordert hat, erlaube ich mir mal zu antworten:
Thales ist ein Labrador-Schäferhund-Münsterländer-Mix,
verhaltensmässig schlägt da ziemlich viel Münsterländer
durch und er
hat einen durchaus recht ausgeprägten Jagdtrieb. Deshalb arbeiten wir
schon seit geraumer Zeit daran, ein in jeder Situation zuverlässiges
Ranrufen zu erarbeiten. Es klappt tatsächlich in den allermeisten
Situationen schon ganz hervorragend. Diese Situation hat uns
allerdings ziemlich überfahren, Thales war schon bevor das Reh
aufsprang im Rennen (jugendlicher Überschwang, Thales ist 11 Monate
alt), das Reh sprang völlig unerwartet auf. Der Weg ist um diese Zeit
in der Regel "wildfrei", da relativ belebt. Ausserdem sind hier in
den
letzten Tagen sehr viele Traktoren, Mähdrescher usw. unterwegs (keine
100 m weiter begegnete uns dann auch einer), so dass ich einfach nicht
damit gerechnet hatte, dass da ein Reh aufspringen könnte (bodenloser
Leichtsinn, fürs nächste Mal bin ich gewarnt) und etwas abgelenkt
war.
Dazu kam, dass, anders als in unseren normalen Übungssituationen,
beide Hunde lospreschten. Die Hündin zwar wohl nur aus Mitläufertum
(falsche Richtung, und ihr Jagdtrieb ist eh zu vernachlässigen), aber
allein das gab Thales sicherlich nochmal "Schwung". Und aufgrund der
Überraschung fiel auch mein Rückruf etwas "kieksig" aus.
Ergebnis: nix
;-)
In meiner Aufregung zückte ich also den Quietschball und quietschte
mal drauflos. Der Quietschball ist für beide das erklärte
Lieblingsspielzeug, und quietschen mit demselben versetzt beide immer
in höchste Aufregung, weil dann spannendes Spiel angesagt ist. Und
tatsächlich war für beide Hunde das Quietschball-Spiel mit mir
offensichtlich spannender, als ein flüchtendes Reh. Das freut uns
natürlich, zeigt uns auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind,
trotzdem sind wir beide weit davon entfernt, den Quietschball als das
ultimative Anti-Jagd-Instrument zu propagieren ;-)
Es scheint uns gelungen zu sein etwas zu finden, das spannender ist,
als jagen. Ich denke, das ist auf jeden Fall ein Grund zur Freude,
wenn mir auch ein kommen auf Zuruf, statt auf Quietschen lieber
gewesen wäre - aber wir arbeiten natürlich auch daran!
> hi, hi kleiner scherz am rande.
> nein ernsthaft. es ist ein 4jähriger rüde , und mir wurde gesagt
> einmal am tag fressen am besten gegen abend und auch nicht zuviel
> trinken.
Hallo Holger,
zunächst einmal wären ein paar Grundlegende Basisinformationen
über
Hundehaltung bestimmt gut für Dich, die findest Du am leichtesten in
Büchern, aber auch im Internet.
Futter: 2x täglich Füttern ist gesünder, als 1x täglich.
Trockenfutter ist am einfachsten - Mengenangaben stehen auf dem Sack,
und dann musst Du ein bischen aufpassen, ob er durch die Menge zu-
oder abnimmt und entsprechend evtl. anpassen.
Als Hilfestellung für zu dünn oder zu dick: wenn Du ihm seitlich
über
den Brustkorb streichst, solltest Du die Rippen ohne Druck leicht
spüren können
Ansonsten wäre auch noch Rohfütterung sehr zu empfehlen, Infos dazu
findest Du z.B. unter www.barfers.de.
Wasser: Hunde trinken eher zu wenig als zu viel. Sie sollten, nein sie
MÜSSEN jederzeit Zugang zu ausreichend frischem Wasser haben. Und
ausreichend ist so viel, wie er trinken möchte. Sprich: ständig ein
gefüllter Wassernapf und freier Zugang zu diesem für den Hund.
Doppelt
und dreifach wichtig ist das bei den momentanen Temperaturen und
sowieso, wenn Du mit Trockenfutter fütterst!
Stephanie BlackCrow Hinsch schrieb:
> Früher habe ich in der Schule gelernt, dass Hunde nur schwarz-weiss
> sehen können. Weiss jemand noch mehr über das bekannte
Farbspektrum?
http://www.barfers.de/anatomie/sehen.htm
da sind zwei schöne Abbildungen drin, auf denen man recht genau
erkennen kann, welche Farben ein Hund sieht. Hat bei uns dazu geführt,
dass wir bevorzugt blaue Bällchen kaufen ;-)
Gruß
Jenny
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