kennt jemand diese Rasse? Die Bild Zeitung schreibt da jetzt jeden Tag
drüber, weil ein Prominenter so einen Hund haben soll, der schon zwei
Leute krankenhausreif gebissen hat.
Auf dem Bild sieht das so ähnlich aus wie eine Mischung zwischen
Irischem Wolfshund und Deutschem Schäferhund.
> Bildet man "Wachhunde" aus? Ich meine Hunde, die
selbstständig auf ein
> Grundstück/Haus aufpassen sollen?
Es gibt sowas wie ne spezielle Wachhundausbildung (Militär, Polizei).
Die meisten Hunde sind aber von alleine auch wachsam (bellen), wenn
jemand ihr Territorium betritt. Manche beißen dann auch. Da ist dann
Gehorsam wichtig, daß der Hund sich abrufen läßt.
> Der Hund auf dem Bild sieht mir aber wie ein DSH-Mix aus.
Er soll 50 kg wiegen. Also muß neben DSH ein größerer Hund
drinstecken.
Der Bart erinnert mich neben der Größe an einen Irischen Wolfshund.
Aber
der ist doch im Kaukasus bestimmt ganz selten. Die Bilder sind auch auf
bild.de. Für mich sieht der insgesamt so wie 3/4 DSH aus. Wenn da z.B.
nur 1/4 Kaukasicher Owtscharka drinsteckt, könnte das auch mit den
trotzdem Stehohren hinhauen.
Ich meine mal gelesen zu haben, daß das russische Militär solche
Kreuzungen gemacht hat, um den DSH größer und schärfer zu
machen, bzw.
umgekehrt mit halbe halbe den Owtscharka gehorsamer. Weiß da jemand was
drüber?
> Ob da durch das selbständige anfallen und zusammenbeißen von
Leuten
auch
> gemeint ist, wage ich mal zu bezweifeln!
Doch, doch. Nur bellen reicht bei Militär (auch bei deutschem) und so
nicht. Das ist ja die Spezialität gerade von diesen Osteuropäischen
Schäferhunden. Soweit ich jetzt rausgefunden hab, hat man in den 20er
Jahren in DSH verschiedene russische Owtscharkas eingekreuzt. Danach
extrem auf Schärfe weiter gezüchtet. Der KGB auch auf Farbe Schwarz,
damit die Hunde im Dunkeln nicht so gut gesehen werden können. Typischer
Einsatz: selbständige Bewachung von Gefangenenlagern, jeden beißen,
der
einen bestimmten Bereich betritt oder verläßt. Einen Rassestandard
gibt
es nicht. Obwohl der Hund in Russland weit verbreiteet ist.
Spiegel online hat auch über die Vorfälle berichtet. Der Hund hat
auch
den Hausmeister gebissen, den er seit vielen Jahren kennt. Eben ganz
selbständig. Problem ist wohl auch, daß er sich nicht abrufen
läßt.
Trotzdem läuft er frei auf dem Grundstück.
Hab mir mal die russischen Seiten dazu angesehen. Auf einigen
Hundebildern sind auch Gewehre zu sehen.
> Entweder der
> Hund löst sich von innen her auf oder er hat ein höheres
Krebsrisiko.
:(
Unser Hund hat als Welpe von 8 Wochen Rattengift gefressen, Vitamin K
bekommen, hat überlebt, ist jetzt 6 Jahre alt und gesund.
Weißt Du wie hoch das Krebsrisiko ungefähr ist? Sehr viel höher
als
sonst? Hab einen Schreck bekommen, weil im letzten Jahr wir einen mit 5
Jahren an Krebs verloren haben.
unsere Hündin ist scheinträchtig: hat sich Höhle draußen
gebaut, hortet
Spielzeug, will nicht mehr ins Haus, ist etwas aggressiv, hat
geschwollene Zitzen, auf Druck kommt ein Milchtropfen.
Muß sie zum Tierarzt? Hormonbehandlung, Kastration wegen
Gebärmutterentzündung?
Oder ist das alles nicht so schlimm, einfach abwarten?
Das geht jetzt schon so seit 2 Wochen. Hab ich schon zu lange gewartet?
Die Schwellung der Zitzen ist etwas weniger geworden. Sie läßt sich
auch
schon mal wieder zum kurzen Spaziergang locken. Dann rennt sie sofort
wieder in die Höhle. Spielzeug hab ich weggenommen, aber sie sammelt
dann Stöcke und Steine.
Oder ist Kastration auf alle Fälle nötig, weil das ja wahrscheinlich
jetzt mindestens einmal im Jahr kommt. Die Hündin ist 6 Jahre alt und
hatte mit 3 Jahren einen Wurf. Einen weiteren Wurf will ich nicht, weil
die Hündin etwas ängstlich ist und ein Teil der Welpen das auch
geworden
ist. Interessant: die Welpen, die auch aussehen wie der wesensfeste
Vater, sind nicht ängstlich.
Das Verhalten jetzt stört mich nicht. Hab nur Sorge um Gesundheit auf
Dauer. Und keine Ahnung, weil wir sonst immer Rüden hatten oder
Hündinnen, die nicht scheinträchtig wurden.
> Grundsätzlich ist die Auswahl des Hundes eine der leichtesten
Übungen.
> Ich finde es furchtbar, wenn man sich Gedanken über ein
"Modell" Hund
> macht. Man kauft doch kein Auto, keine Waschmaschine oder sonst etwas.
Ich find das ganz wichtig, daß man sich Gedanken über die Rasse
macht.
Von Modell würd ich aber nicht reden, das ist ja was ganz anderes. Wenn
die Leute sich mehr Gedanken über die richtige Rassen machen würden,
wär
so manches Problem gar nicht da.
Wer Agility machen will ist doch mit einem Border Collie besser dran als
mit einem Rottweiler. Ein Jäger ist mit einem Hannoverschen
Schweißhund
besser dran als mit einem Boxer. Wer Schutzhund machen will nimmt besser
nen Malinois, DSH als nen Setter. Wer es lieber ruhig hat, nimmt nicht
unbedingt nen Terrier, aber nen Neufundländer. Da kann man noch tausend
Beispiele finden.
Zu oft gehen die Leute nur nach Aussehen und wundern sich dann, sind
enttäusch. Weil der Hund dann gar nicht den Erwartungen entpricht. Du
hast natürlich nie ne Garantie, daß ein Rassehund nicht auch mal
ganz
untypisch ausfallen kann. Aber hier gehts ja nicht um einen bestimmten
individuellen Hund, sondern um den Durchschnitt, die Wahrscheinlichkeit.
>Ein Hund ist ein Hund, ob Dogge, Pinscher oder
> Mix. Alle Hunde haben ein gewisses Grundmuster in ihrer Art.
Da hast Du schon recht. Hund ist Hund. Vor allem wenn man nur einen
Familienhund haben will, also nix besonderes erwartet, kommt natürlich
auch ein Mischling in Frage. Da gehts dann nur noch um die passende
Größe, evtl. Temperament oder so.
> Verschiedenes ist mehr oder weniger ausgeprägt, bei passender Chemie
> zwischen Hund und Halter kann unerwünschtes Verhalten schon reduziert
> werden. Ich weigere mich zu glauben, das verschiedene Rassen ein
> gesteigerte Grundaggressivität aufweisen, das verschiedene Rassen
einen
> Grundungehorsam aufweisen
Ein Malinois hat mehr Beutetrieb, evtl. Wehrtrieb als bestimmte andere
Rassen. Deshalb nimmt man ihn gerne für Polizei, Hundesport usw. Beim
Border Collie kriegste besser Gehorsam rein als beim Terrier. Mach mal
aus nem Podenco nen Hütehund :) Deine armen Schafe. Da ist nix mit
Gehorsam.
Aber in einem muß ich Dir noch recht geben. Das mit der Chemie ist ganz
wichtig. Man muß den Hund mögen, einen Draht kriegen. Allerdings hat
sich das bei mir auch dann schon nach wenigen Tagen ergeben, auch wenn
ich auf den ersten Blick emotional den Hund aus dem Tierheim nicht so
toll fand. Aber meine Frau wollte ihn haben, weils bei der gefunkt hat.
Ich glaub, daß man zu fast jedem Hund Chemie entwickeln kann. Wenn man
Hunde mag, ist die Rasse ziemlich egal. Wenn man was bestimmtes vorhat
an Leistung nicht. Deshalb würd ich immer fragen: Was erwarten Sie von
einem Hund? Für mich ist also die Auswahl des richtigen Hundes mit das
Wichtigste. Eine der leichtesten Übungen - wie Du meinst, ist das m.E.
nicht.
Geh hin wo viele Hunde sind und nimm den der Dir ins Herz springt - find
ich nicht so gut.
>so bin ich dennoch der Meinung,
> das ein Hund grundsätzlich in allen Belangen ein Individuum ist und
es
> am Menschen liegt, wie er mit diesem speziellen Individuum umgeht,
> dessen Veranlagungen fördert oder in für den Menschen richtige
Bahnen
> steuert.
Find ich auch, das mit dem Individuum. Aber es steht doch auch fest, daß
verschiedene Rassen verschiedene Veranlagungen haben. Deshalb find ich
auch, daß die Leute sich vor Kauf über die gewünschten
Veranlagungen
Gedanken machen, und über die Veranlagungen der jeweiligen Rasse genau
erkundigen. In gewissen Grenzen geht das ja auch bei Mischlingen.
Tierheimhunde haben dabei den Vorteil, daß sie oft ja schon etwas
älter
sind und die Veranlagung schon klarer geworden ist, als bei nem 8 Wochen
alten Welpen unbekannter Herkunft.
> Ein richtiger Familienhund dürfte wohl die wichtigste Eigenschaft
vor
> allen anderen sein. Wer einen solchen Familienknuddel hat sollte
> zufrieden sein. Dein "nur" erscheint mir äusserst
deplaziert.
Logo. Daß er sich gut in der Familie verhält ist extrem wichtig.
Für
jeden Hund, unabhängig von der Rasse. Ohne das geht gar nichts. Aber bei
einem Rassehund, der mehr können muß als lieb sein und
Grundgehorsam,
reicht mir das nicht. Jedenfalls wenn ich bestimmten Hundesport machen
will, oder er soll hüten können, oder als Jagdhund eingesetzt werden
usw.
> > Geh hin wo viele Hunde sind und nimm den der Dir ins Herz springt -
find
> > ich nicht so gut.
>
> Warum nicht? Was ist daran falsch?
Das ist nix falsch dran, wenn man keine besonderen Ansprüche hat. Hat
man die aber (Hundesport, hüten, Jagdeinsatz usw.) dann reicht das Herz
nicht aus. Sonst ist man nachher enttäuscht, daß der Hund
außer sich
benehmen, spazierengehen, schmusen, Ball holen usw. nix kann. Wenn er
auch nicht mehr soll, ist ja alles super.
Wir haben z.B. immer drei Hunde (manchmal auch vier, weil einer schon in
Rente ist): einen für Schutzhundsport (heißt ja jetzt
Vielseitigkeitsprüfung oder so), einen für Agility und den bei uns
obligatorischen Tierheimhund für einfach so. Alle drei sind gute
Familienhunde. Das ist uns auch das Wichtigste.
> IMO geht es immer um einen individuellen Hund. Denn ich hole ja
nicht
> einen Rassendurchschnitt nach hause, sondern ein Individuum. Also
> interessiert der Rassendurchschnitt erstmal überhaupt gar nicht.
Wenn Du ein Auge auf einen Hund aus dem Tierheim z.B. geworfen hast und
fragst "Soll ich den nehmen?" würd ich fragen "Gefällt
er Dir? Was
erwartest Du von dem Hund?" Dann kann man gucken ob das mit Deinen
Erwartungen und dem konkreten Hund hinhauen könnte.
Wenn Du sagst: "Ich will Agility, Jagd, Schlittenhunderennen,
Schutzhundsport usw. machen", dann kommen einige Rassen mehr in Frage
als andere. Wenn du Dich dann für eine Rasse entschieden hast, einen
Züchter gefunden hast, suchst Du Dir aus dem Wurf den passenden Welpen
aus: z.B. einen triebigen für Schutzhundsport, einen führigen
für
Agility - so weit man das überhaupt so deutlich erkennen kann. Und dann
frag ich Dich "Und? Magst ihn denn auch leiden? Was sagt Dein Herz?"
Natürlich geht es immer bei der konkreten Entscheidung um einen
konkreten Hund. Bei der Vorauswahl für bestimmte Aufgaben muß man
sich
aber erstmal über die richtige Rasse klarwerden. Sonst landet der
falsche Hund beim falschen Menschen. Der Hund ist falsch gefordert,
unterfordert, überfordert (kann von seiner Veranlagung die Erwartungen
gar nicht erfüllen), der Mensch ist enttäuscht, überfordert
(kann mit
der Veranlagung seines Hundes gar nichts anfangen).
Viele Hunde landen im Tierheim, weil die Menschen nur ihrem Gefühl
gefolgt sind. Die haben sich nie über die besonderen Rasseanlagen schlau
gemacht. Sind nur nach der Schönheit, der Mode, der Werbung gegangen.
Dann wird der Hund abgegeben, weil die Leute da nicht mit klarkommen.
Also es geht schon um die durchschnittlichen, d.h. mit großer
Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Anlagen, wenn man eine vernünftige
Entscheidung treffen will.
Daß man sich auch in einen Hund verlieben kann, der eigentlich nicht die
gewünschten Anlagen hat, steht auf einem anderen Blatt. Da hab ich auch
meine Erfahrungen :)
> ich glaube, wenn Leute sich endlich mal davon trennen würden, schon
> vorab feste Erwartungen an den Hund zu haben, die dieser partout
> erfüllen soll, wäre manches Problem gar nicht da.
Meinste das so: wenn man nichts erwartet kann man auch nicht enttäuscht
werden?
Ok. Aber was ist, wenn du gerne Hundesport, Schlittenhunderennen, Jagd
usw. erfolgreich machen willst? Dann mußte Dir nen Hund suchen, der
entsprechende Anlagen hat, sonst kannste das gleich vergessen.
"Partout" - ist immer Mist. Weil das heißt oft auf Biegen und
Brechen.
So einer sollte besser überhaupt keinen Hund haben.
ich weiß gar nicht, ob ich mich total behämmert ausgedrückt
habe, aber
in Deinen Fragen erkenn ich gar keinen Bezug zu meinem Posting.
Trotzdem hier die Antworten:
> Wieso können deiner Meinung nach nur Rassehunde bestimmte
> Aufgaben erfüllen?
die Meinung hab ich nicht.
> Und wieso muss ein Rassehund mehr können?
Muß er nicht.
> Für welchen Hundesport sind Mixe nicht geeignet?
Weiß ich nicht.
> Wieviele Schäfer arbeiten mit reinrassigen Hütehunden an
> der Herde?
Keine Ahnung. Bin doch kein Statistiker.
> In vielen Ländern sind auch die Jagdhunde alles andere als
> reinrassig, sind sie deiner Meinung nach nicht geeignet?
Weiß nicht. Bin auch kein Jäger.
> Warum können Mixe keinen Schutzdienst und kein Agility machen?
> Warum können Tierheimhunde das nicht machen?
Ich hab die Behauptung nicht aufgestellt. Mußt Du jemand anders fragen.
Jetzt mal Klartext:
wenn Du eine andere Meinung hast, sag sie. Aber nicht so von hinten
durch die Brust ins Auge.
O.K. :)
>"Mönsch, nun
> haste den nordischen Spinner, da könnteste doch glatt mal
> Schlittenhundesport ausprobieren". (Resultat waren immerhin auch
> Pokale!)
Glückwunsch. So gehts auch. Aber für mich wär nix mit den
Schlitten,
weil wir hier so selten richtig Schnee haben.
> Ehrlich gesagt habe ich meine Zweifel über die Kompetenz solcher
Leute,
> die sich zuerst für einen - wie auch immer gelagerten - Hundesport
> begeistern und darauf hin einen Hund anschaffen.
Danke für das Kompliment. :)
Meinen ersten Hund hab ich mir rein ausgesucht nach dem Aussehen. Jetzt
alle mal weghören: es war ein Bobtail. Der sollte eigentlich gar nichts
können, nur so als Familien- und Wanderhund. Dann gehorchte der so gut,
daß ich Begleithundprüfung gemacht habe auf Hovawart-Platz. Dann war
der
auch noch gut in Fährte, dann auch im Schutzdienst. Kurz: ich glaub, es
war einer der ganz wenigen Bobtails mit Schutzhund III vorzüglich in
Deutschland.
So bin ich auf den Geschmack gekommen. Hab dann den nächsten Hund
gezielt danach ausgesucht, daß der auch Hundesport kann.
Auch ohne Kompetenz bin ich ganz gut damit gefahren. :)
>Der eine baute sich vor mir auf und
> verbellte mich. Der andere setzte sich auf meinen Fuß und sah mich
> schweigend mit großen Augen an.
>
> Was glaubst Du, welchen Hund ich aus dem Tierheim mitgenommen habe?
Na entweder den der gebellt hat oder den Schweiger mit den großen Augen.
Je nachdem was Dir besser gefällt. Du entscheidest ja nach Deinen
Kriterien.
> Warum nimmst Du nicht den Hund, der Dir auf Anhieb zusagt und
> überlegst dann, ob und welchen Sport Du mit ihm machen kannst?
Weil ich z.B. gerne Agility machen will. Und nicht mit nem Wonneproppen
von Neufi Welpen mit supersüßen Augen, sondern mit einem dafür
geeigneten Hund.
Man kann es auch so machen, wie Du vorschlägst, wenn einem Agility nicht
wichtig ist.
> Siehst Du, auch Du zeigst, der "Verwendungszweck" eines Hundes
ist Dir
> anscheinend wichtig.
Nix siehste. Das wußte ich schon vorher, daß ich für den Zweck
Hundesport mir gezielt einen Hund aussuche (der auch für den Zweck
Familienhund ist), und zusätzlich einfach so für die Familie einen
für
den Zweck Familienhund aus dem Tierheim. Das wäre doch ganz bekloppt,
wenn man Agility machen will, den erstbesten Hund aus dem Tierheim zu
nehmen, der einem freundlich entgegenläuft. Dann kannste
Leistungsagility vergessen.
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