Meine Freundin und ich ziehen die Anschaffung eines Hundes in Erwägung.
Wir hatten beide schon seit Kindesalter Hunde im Haus (sie einen
Husky-Bernersennen-Mischling; ich einen Spitz).
Wir sind sehr viel draußen (ich arbeite oft im Wald) und machen viel
Sport (Joggen, Klettern, Wandern etc.)
Der Hund soll charakterfest und etwas weniger lauffreudig als ein Husky
sein.
Mindestgröße sollte meine Kniehöhe für seine
Schulterhöhe sein. Er darf
sich frei bewegen, soll aber tendenziell eher in der Nähe bleiben (200-
500m Umkreis um den, der mit ihm draußen ist). Wir ziehen beide ein
Weibchen vor, da wir mit Rüden nciht allzu gute Erfahrungen gemacht
haben.
Ich denke ein Hund mit stark ausgeprägtem Jagdinstinkt ist weniger unser
Ding, als einer, der einen Hüte- oder Rudelinstinkt hat.
Mit dieser Vorinformation zwei Fragen an euch:
1. Gibt es eine online-Übersicht der Hunderassen (auch ausgefallene,
weniger Populäre), mit Charakterbeschreibung und Bild vom ausgewachsenen
Tier?
2. Habt ihr selbst Vorschläge zu einer für uns passenden Rasse?
Post subject: Nächste Frage(n): Wenn der Hund ein Stück Wild rei ßt; Rassenvergleich
Posted: 2003-12-06 23:47:36
Replies: 22 Views: 879
Hallo nochmals!
Die nächste Frage bezieht sich auf Hunde, die sehr viel in Wald und Flur
frei laufen und somit ihren Jadgtrieb (sofern vorhanden) befriedigen
können.
Wenn ein Hund nun ein Tier reißt (z.B. Feldhase), wie ist dann
juristisch die richtige Vorgehensweise? (Darf ich den Hasen abziehen und
essen, oder muss ich ihn mitnehmen, melden und abgeben?)
Bitte nicht falsch verstehen: ich will keinen Hund haben, der darauf
trainiert ist mir ein Mittagessen zu bescheren!! Mit dem Mischling
meiner Freundin habe ich aber die o.g. Erfahrung mit dem Feldhasen
gemacht, und wusste nicht, wie man damit richtig umgeht.
Klar ist, ich will auch einen jagdfreudigen Hund nicht für seine Natur
bestrafen und werde ihn daher nur in Situationen und Umgebungen an die
Leine nehmen, in denen dies allgemein als angebracht betrachtet wird.
Derzeit habe ich folgende Rassen in die engere Wahl gezogen:
Leonberger; Sarplaninac; Tschechischer Wolfshund
Der Tsch. Wolfshund ist hiervon wohl der jadgfreudigste. Hat hier jemand
Erfahrungen mit einer oder mehrerer dieser Rassen, und kann vom Freilauf
berichten?
Ja, die sind auch nett. Ich mag aber Hunde mit mittellangem bis kurzem
Fell lieber. Das liegt wohl am Spitz, dessen weißes Fell sehr
pflegeintensiv ist. Das bleibt alles Gestrüpp drin hängen und
verfilzt
schnell. Wenn der Hund viel im Unterholz unterwegs ist, nervt das sehr.
Wie robust sind Border Collies im bezug auf Kälte/ Nässe/ Hitze/
Langstrecken?
Ob ich den Border Collie wohl mit dem normalen langhaarigen Collie
verwechselt habe ?! :)
40-50 cm Widerristhöhe ist wohl die untere Grenze für einen für
mich
itneressanten Hund. Ja, eine interessanter Hund,der Border Collie,
vielen Dank für die Empfehlung- ich werde mich weitergehend mit ihm
befassen.
Dank Euch allen für die vielen Empfehlungen (auch per mail).
Meine Freundin besteht auf einen Hund ohne "Schlappohren", damit er
in
seiner Kommunikation nicht beschnitten ist.
Das Kriterium erfüllen aber nur wenige Hunde (Husky, Malamut, Wolfshund,
DSH und noch einige wenige).Es wird vielleicht auch auf einen Kompromiß
hinauslaufe können (der Border Collie ist sehr interessant, hat aber
hängende Ohren).
Ich würde mir (ob Selbstüberschätzung oder nicht- dass
lässt sich immer
schwer von dem Beurteilen, der versucht sich einzuschätzen) schon auch
die Haltung eines TWH zutrauen. Klar ist: er muss dauerhaft konsequent
erzogen und gut sozialisiert werden. Dazu kommt, dass es an Freiraum
sowie Beschäftigung nicht fehlen darf.
Das gilt aber in gleichem Maße für alle anderen Rassen, ist beim TWH
aber was die Technik und Beharrlichkeit betrifft recht viel
anstrengender.
Da ich generell 100% meines Tages mit dem Tier verbringen will, ist eine
intensive Beschäftigung automatisch gegeben.
Beim TWH denke ich, dass er als Nutztier für die Polizei nicht geeignet
sein kann, weil er dazu völlig unterwürfig sein muss. Bei einer
solchen
Arbeit gibt es keinen Spielraum, in dem der Hund immer wieder austesten
kann, wer nun das sagen hat, sondern er muss es einmal und für alle Male
schlucken, und sich daran halten. Das wird ein TWH sicher nie tun.
Die Entscheidung für die Anschaffung und dann im zweiten Schritt für
die
Rasse, ist eine sehr sehr gut zu überlegende. Ich werde sie nicht sehr
schnell fällen- schon gar nicht vor Weihnachten! :-) Wer will schon
einen Weihnachtswelpen?
Ich danke allen hier für die hilfreichen Beiträge,
> > Beim TWH denke ich, dass er als Nutztier für die Polizei nicht
geeignet
> > sein kann, weil er dazu völlig unterwürfig sein muss
>
> bitte lass mich nicht dumm sterben. Was ist ein THW? Ich kenne bei THW
nur
> technisches hilfswerk oder THW kiel.
Nein,d as werde ich nicht. So wie DSH für Deutscher SchäferHund
steht,
ist TWH die Abkürzung für Tschechischer WolfsHund.
> Huch, was ist denn das auf einmal für ein Vorurteil? Ich wußte
gar
> nicht, daß meine Hunde in ihrer Kommunikation beschnitten sind, weil
sie
> Schlappohren haben....
Naja Vorurteil... Bist Du da nicht etwas vorschnell?! Es stimmt
wirklich: Hunde kommunizieren extrem viel über die Stellung der Ohren.
Warst Du mit Deinem Hund mal bei einem Wolfsgehege? Wir schon, und es
war sehr interessant zu sehen wie das so ablief, zwischen den Kollegen.
> Ich suche mir jedenfalls meine Hunde nicht nach den Ohren aus,
> Die Mimik auch von Schlappohren ist ausdrucksvoll genug, um verstanden
> zu werden, zumal sich diese auch durch die Veränderung der
Gesichtszüge,
> der Augen und der Kopfhaltung fortsetzt. Auch eine Schlappohrenhund
kann
> also durchaus voll verständlich sein.
Das möchte ich durchaus bezweifeln. Sieht man sich z.B. mal die wichtige
Übersicht im 2. blauen Kasten auf folgender Site an, http://mitglied.lycos.de/Angarok/wolfssprache.htm, so ist gut
ersichtlich, wie wichtig es für den Wolf (resp. Hund) ist diese
Stellungen der Ohren erzeugen zu können.
Bei einem leichten Knick in der Spitze (wie bei Border Collies
mittlerweile auf Bildern gesehen) mag das noch zu 95% möglich sein. Bei
vielen anderen Hunderassen betrachte ich das Defizit im Bezug auf
"Ohrenkommunikation" aber als Verkrüppelung und setze es gleich
mit dem
Abschneiden der Zunge beim Menschen.
Sicher ergibt das "Gesamtbild" ->Körpersprache einen
verständlichen
Ausdruck der Gemütslage des Hundes. Mit funktionierenden Ohren wäre
dies
aber viel subtiler und direkter möglich.
(Ich sollte abschließend noch bemerken, der Verständlichkeit halber,
dass es mir um die Kommunikation Hund-Hund geht, nicht so sehr um die
zw. Hund u. Mensch)
> Bei
> vielen anderen Hunderassen betrachte ich das Defizit im Bezug auf
> "Ohrenkommunikation" aber als Verkrüppelung und setze es
gleich mit
dem
> Abschneiden der Zunge beim Menschen.
>
>So einfach ist das auch nicht.
>Wölfe müssen in der Natur besser hören können und
drehen die Ohren
>dementsprechend. Schau Dir z.B. auch die Lausch-Lappen der
>afrikanischen Wilddogs an.
Ja, Paul, schau: Ich seh nicht ein, wieso mein Hund weniger gut oder
"elegant" hören können soll, als seine Vorfahren. Ich find
das blöd. Da
trifft der Spruch "Das arme Tier!" für mich zu.
>Solch riesige Ohren würden in nördlichen Gegenden abfrieren.
Also zwischen energieineffizient und "abfrieren" ist dann doch noch
ein
Unterschied. Ich lauf auch im Winter oft mal den halben Tag draußen im
T-Shirt rum. Arktisch wird es hier ja selten. Und diese ganzen
"Hundemäntelchen" und das ganze Zeugsl find ich eh völlig
krank. Genau
wie ich mir versuche abzugewöhnen eine Mütze aufzusetzen, solange es
nicht unter -15°hat. Das sollte mein Körper noch ausgleichen
können.
(Windchill ist jetz nicht mit dabei, klar, gell?!:-)
>OK. Huskies legen sie dicht an.
Siehste.
>"Wasserhunde" (z.B. Neufundländer oder Retriever)
können ebenfalls
>mit stets aufgestellten Ohren nicht schwimmen, da sie Wasser in die
>Ohren bekämen.
So nen Hund brauch ich nicht. Für seine Nutzungsbestimmung ist das aber
(ACK) zweckmäßig.
>Ein Hund, der im Fuchsbau jagt, braucht auch keine Stehohren.
ACK!
>Unsere 2 Schlapp-Ohr-Hovawarts und unsere Steh-Ohr-Malinois-Hündin
>können jedenfalls hervorrangend miteinander kommunizieren (was
>natürlich nicht nur an den Ohren liegt)
Bestimmt! Na, letztlich ist das doch auch eine Frage des Geschmacks.
Vielleicht find ich am Wolf einfach so viele verschiedene Eigenschaften
so faszinierend, dass daran bei mir alle Hunderassen gemessen werden.
Und da verliert dann ja fast zwangsläufig rede Rasse, die sich zu stark
vom Urtier unterscheidet. Insoweit kann ich mein "Problem" auch
nachvollziehen ;-)
Es liegt wohl auch daran, dass ich diese lange Reise immer im Hinterkopf
habe, beid er ich zu Fuß nach "ganz weit
weg"(Wald...Tundra...Taiga...Steppe...
Hochgebirge)laufen will (weiß noch nciht wieviele Jahre ich bruachen
werde). Dafür ist ein hündischer Begleiter eine sehr angenehme Sache.
Und Hunde, die die Eigenschaften eines geborenen Wald- und Wildtieres
nahezu vollständig besitzen, sind dafür ideal. Könnte gut sein,
dass es
dann ein Huskey-Malamut-Mischling wird. Er soll aber nur dabei sein und
wird keine z.B. Transportaufgaben haben (ausser sein eigenes Futter im
eigenen Rucksack). Der TWH könnte danach ja z.B. die nächste
Größenordnung sein.
>Wieviele Jahre, bis Du diese Tour machst oder wieviele Jahre Du
>unterwegs sein wirst?
Beides :-)
Ich mach erstmal Fachabi und danach solls los gehen. Nur mit Affe,
Knickerbocker, JuJa, Kamera und Hund ausgestattet. (Okay, einen Topf und
ein paar Kleinigkeiten sollen schon noch mit). Vielleicht erinnerst Du
Dich an eine frühere Diskussion in dro? Ich hab umdisponiert und will
auf Sponsoring verzichten- dafür aber umso mehr die Gastfreundschaft der
Menschne in Anspruch nehmen und sie so besser kennenlernen. Ausserdem
hab ich eine Festlegung auf Regionen oder Länder aufgegeben. Ich will
nach Osten, wohin genau will ich jetzt noch nicht wissen.
> Dafür ist ein hündischer Begleiter eine sehr angenehme Sache.
>Klar!
Klar :-)
> Und Hunde, die die Eigenschaften eines geborenen Wald- und Wildtieres
> nahezu vollständig besitzen, sind dafür ideal.
>Nööö! Im Gegenteil! Solche Tiere sind extrem scheu und
werden sich
>mit der Kralle aufs Hirn tippen, wenn Du glaubst, dass sie mit Dir
>mitwandern und stets in Deiner Nähe bleiben. Die einzige Bindung
>zwischen Dir und solch einem Hund werden Deine Essensreste sein.
>Maximal!
Meinst Du? Was ich bisher von Leuten gehört und gelesen hab, die mit
Huskeys unterwegs waren (ohne Schlitten), würde ich das nicht so krass
sehen. Wieso sollte mein mich kennender Hund mitten im Karakorum (z.B.)
weglaufen? Nach meinen bisherigen Erfahrungen bleiben Hunde, je fremder
die Gegend ihnen wird, immer dichter bei einem. Wenn das jemand anders
erlebt hat, würde es mich stark wundern.
>Erkundige Dich noch ausführlicher wegen der TWH.
Sowieso. Aber nicht nur über den TWH, sondern über alle relevanten
Rassen.
>Für eine lange (jahrelange?) Tour würde ich Dir einen gesunden
DSH
>empfehlen. Und zwar einen, den Du mit ca. 1,5 Jahren aus dem
>Tierheim holst. Da sieht man den Charakter und ob er HD hat.
Ja, da mache ich mir bei der Rasse halt immer so meine Sorgen wgn. HD.
Gibt es eine Variante von DSH, die nicht so ein stark abfallendes
"Heck"
hat ;-)?
Ich kenn da noch diese weißen Schäferhunde...ist das bei denen z.B.
besser?
>Noch eine Möglichkeit: Ab und zu schaffen Hunde, die zu
>Behinderten-Begleithunden ausgebildet werden, die letzte Prüfung
>nicht. Damit hättest Du dann einen erzogenen, gesunden und meist
>nicht jagenden Hund (DSH).
Paul, die Idee find ich sehr! genial. Vor allem, weil es hier in
Marburg, dank der BlindenUni, sehr viele Blindenhunde gibt, also auch
B-HundeSchulen, also auch gute Hunde.
>Und keine Sorge: In der freien Natur können solche Hunde mit Dir auch
überleben. >Das sind keine Weicheier.
Hatte ich sowas bemerkt? Sicher sind sie das nicht.
> > Ich kenn da noch diese weißen Schäferhunde...ist das bei
denen
> > z.B. besser?
>
> Der "Berger Blanc Suisse" ist mir bei Deinen Ansprüchen an
> "Anhänglichkeit" auch als erste Rasse eingefallen. Die
Individuen, die
> ich kenne, haben einen geraden Rücken. Im Rassestandard heißt
es auch
> "Rücken: Horizontal, fest".
Schön, dass Dus nochmal bestätigst. Das ist eine ernstzunehmende
Alternative x-)
Leider betrachten viele Halter solche Hunde als "Statussymbol" (wie
z.B.
Dt. Doggen auch). Vielleicht täusche ich mich da aber. Mir würde es
wie
gesagt ja um die für meine Vorhaben/ meine Lebensweise passenden
Eigenschaften gehen. Ich könnte dem Hund ja zur Not das Fell färben
:-D
Du hast auch unwidersprochen Recht: Ich will mich derzeit noch nicht
festlegen. Vor Anfang bis Mitte 2004 kann ich eh keinen Hund anschaffen.
Es geht mir um "Sondierung" und einen Überblick. Mit dem habe
ich dann
die Möglichkeit mich recht zeitig "live" mit den Tieren zu
befassen.
Natürlich bin ich Romantiker! Wer sich in der Tradition der
Jugendbewegung denken und handeln sieht, der würde einen Fehler machen
hier inkonsequent zu sein, meinst Du nicht? :-)
> > Leider betrachten viele Halter solche Hunde als
"Statussymbol" (wie
> > z.B. Dt. Doggen auch). Vielleicht täusche ich mich da aber.
>
> Welcher Rassehund ist kein Statussymbol ;-)
Na das hängt doch sehr von der "attitude" des Halters ab. Jeder
Rasse
und kann ein Statussymbol sein, aber keiner muss es sein.
> > Mir würde es wie gesagt ja um die für meine Vorhaben/ meine
> > Lebensweise passenden Eigenschaften gehen. Ich könnte dem Hund
ja
> > zur Not das Fell färben :-D
>
> Unsere machen das schon selbst sobald sie im Freien sind ;-(
Ja, good point :-)
> > Vor Anfang bis Mitte 2004 kann ich eh keinen Hund anschaffen.
>
> Äh, wenn es mich nicht täuscht, ist das nicht mehr so lang...
Och, wenn man so viel Zeit hat, wie ich, dann ist das noch eine Weile
;-)
> Bei aller theoretischen Vorauswahl wird Dir nur persönliches Erleben
> helfen,
ACK!
Meine Freundin wohnt mit mir in Marburg (Hessen). Anyway, der Tipp mit
den Blindenhunden war ein Guter. Den werde ich zu gegebener Zeit
weiterverfolgen.
Tierheime etc. gibts hier sicher auch.
> Mein Hintergedanke ist, daß Du Dich mit Deiner Konzentration auf
eine
> Rasse komplett versteigst. Eine Analogie aus der dro-Ecke: Wenn Du
> einen neuen Ausrüstungsgegenstand brauchst, schränkst Du Dich
auch
> nicht über die Marke ein, oder?
Doch, jedenfalls früher war das so :-) Mittlerweile sehe ich mich
einfach sehr gut um, was die Hersteller bieten im Vergleich zu was ich
brauche. Der Hersteller mit der konsequentesten Lösung meines Problems
bekommt den Zuschlag. In Analogie denke ich die Rasse mit den
passendsten Eigenschaften sollte favorisiert werden. Wichtig ist dabei
aber das Hunde-"individuum" nicht ausser Acht zu lassen. Dieses kann
ja
im schlimmsten Fall völlig entgegen seiner erwarteten Eigenschaften
sein.
Live sehen ist daher unerlässtlich für mich, das ist schon klar.
Post subject: 1. Auseinandersetzungen: wie "Hundgerecht" reagieren?
Posted: 2004-01-16 13:42:31
Replies: 10 Views: 825
Hoi!
Marie und ich haben jetzt Bandit (Huskey-Bernersenner-Mischling; 3 Jahre
alt) für 4 Wochen bei uns.
Sie ist jetzt 1 Woche hier. Sie ist noch bis Sonntag läufig, was ihr
Wesen immer sehr verändert.Zu Anfang hat sie getrauert und wenig bis
nichts gegessen, das kennen wir aber. Jetzt lebt sie sich langsam ein.
Das bedeutet allerdings auch, dass es immer häufiger zu Konflikten
kommt.
1. Wenn Marie und ich miteinandern "schmusen" springt sie mich immer
so
heftig an und kratzt, dass es recht weh tut. Ich hab ihr dann immer
einen Schubs gegeben, um sie wegzuschieben, und versucht sie sonst nicht
weiter zu beachten. Dabei hab ich mich recht ruhig verhalten (bin also
nicht laut geworden, gegen sie), habe aber "Nein" gerufen, was sie
kennt
und verstehen sollte.
2. Nachts schläft sie bis jetzt immer bei uns im Schlafzimmer.
Normalerweise liegt sie am Fußende auf einem Kissen, dass sie sich
neuerdings als ihr "Eigen" auserkoren hat, und von Zuhause
mitgebracht
wurde.
Heute Nacht hat sie mich immer angestoßen und ist halb ins Bett
gesprungen. Völlig unmotiviert, wie mir schien, denn wir waren Abends
noch sehr lange laufen, sie hatte genug getrunken und gegessen etc.
Nachdem ich sie mehrfach abgelegt hatte, und sie immer wieder kam und
meine Aufmerksamkeit wollte, hab ich sie rausgeschmissen. Sie lag dann
lange vor der Schlafzimmertür und hat gewinselt.
(Vielleicht ein blöder Vergleich: Ich war als Kleinkind meinen Eltenr
gegenüber genauso, bis ich "entwöhnt" wurde, indem meine
Eltern mich in
meinem Zimmer einmal die ganze Nacht schreien ließen und mich
ignorierten. Daraufhin wurde mir klar, dass ich alleine klarkommen
muss.-Nicht dass einer was Falsches denkte: Das war auf psychologischen
Rat hin so gemacht worden.)
Jedenfalls hat mich die Situation gestern stark an das Muster erinnert,
und ich hab so gehandelt wie ich es kannte. Jetzt meine Fragen.
Lag ich richtig, dass das reiner "Besitzanspruch" und
Aufmerksamkeit-wollen vom Hund war? Was kann es noch gewesen sein?
Hab ich Hundgemäß gehandelt?- in beiden Situationen.
Was kann ich besser machen, im Sinne von: näher an den
Kommunikationsstrukturen des Hundes orientiert?
Wie kann ich Bandit dazu bringen sich Nachts so zu verhalten, dass ich
sie nicht rausschmeißen muss. Ich will sie ja nicht mit Ausschluss
bestrafen- schlafen muss ich aber irgendwie.
Wie kann ich ihr zu verstehen geben, dass ich ihr Nichts wegnehme, wenn
ich mit Marie schmuse? Ich würde gerne dahin kommen, dass es ihr
völlig
gleich ist, und sie dadurch nicht jedesmal "aktiv2 werden muss. Das ist
für Hund und Halter nämlich recht anstrengend.
You can post new topics in this forum You can reply to topics in this forum You cannot edit your posts in this forum You cannot delete your posts in this forum You cannot post attachments in this forum