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Liebst du deinen Tier?
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Topic: Kastration eines R&uuml;den?

 Post subject: Kastration eines R&uuml;den?
Posted: 2004-01-05 22:08:01 

Replies: 250
Views: 1738


Karina Leo-Steffen wrote:

> Dieses Buch habe ich zu Hause stehen und es steht zu dem Thema
> "Komplikationen bei sterilisierten Hündinnen" genau gar
nichts drin,
> nicht mal ein winziges Sätzchen.

Stimmt. Du hast es ja sogar gelesen! ;-) Es war nur ein Beispiel für
Literatur über Hundekrankheiten. Leider hab ich nicht eine gesamte Mappe
mit Bezugsquellen über das Thema "Komplikationen nach Sterilisationen
und
Kastrationen" zuhause rumstehen. Aber sollte mir eine schriftliche Quelle
über den Weg laufen, werd ich sie gern an dieser Stelle posten. Allerdings
lernt man solche Sachen schon bei uns auf der Uni (ohne Quellenangaben -
das würde wahrscheinlich den Rahmen des Studiums sprengen).

> Dürfen sich in freilebenden festen Rudeln immer alle fortpflanzen?

Nein, nur die ranghöchsten Tiere. Aber keiner fragt, ob in der freien
Natur
Gebärmutterentzündungen und Mammatumore vorkommen. Bzw ob die Tiere
so alt
werden, um sie zu bekommen.

> Und wenn der Rüde sterilisiert ist, ist der Akt der Fortpflanzung
> erlaubt.

Was aber nichts an der hormonellen Situation der Hündin ändert, die
der
Grund für die eventuellen Komplikationen im Alter sind.

> Super, da habe ich ein Symptom und eine Ursache und was wird gemacht?
> Auf Kosten des Hundes wird weiter an den Symptomen rumgeschnippelt,
> anstatt
> mal die Ursache für diese Degeneration zu beseitigen.

Da bin ich deiner Meinung...

> Aber wenn es durch die Massenzucht vererbbar ist, kann es sich
> eigentlich
> gar nicht vererben, wenn die Hündinnen möglichst früh
kastriert werden
> sollen.

Es ist nicht durch Zucht vererbbar (zumindest mir nicht bekannt), aber
vielleicht sind die Hunde im Allgemeinen weniger widerstandsfähig.

> Menschen haben diesen hormonellen Stress sogar 1 mal im Monat.

Wie gesagt, der Geschlechtszyklus einer Hündin ist anders als der eines
Menschen. Menschen werden meines Wissens nach auch nicht
"scheinträchtig".
Zumindest nicht aufgrund ihres Hormonzyklus.

> Dein Risiko an Mamma-Ca zu erkranken beträgt immerhin über 10%.

Hm...bei Hündinnen beträgt das Risiko immerhin schon 25%. (ha! eine
Quelle:
Prof.J.E.Aurich, Klinik Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie,
VetmedUni
Wien, Mai 2001)

> Es kann kein Allheilmittel sein, Tiere zu amputieren, um eventuelle
> Krankheiten
> zu verhindern.

Das stimmt. Aber solange man als Mensch die Verantwortung für sein Tier
hat,
kann man auch nicht so tun, als gäbe es diese Krankheiten nicht und als
könnte man sie nicht vielleicht im Vorfeld verhindern. Ich habe nicht das
Gefühl, dass die Hündinnen unter der Kastration leiden. Sehr wohl
aber
später unter den beschriebenen Krankheiten. Ich persönlich würde
mir nicht
vorwerfen wollen, dass ich vom Risiko gewusst hätte, es aber ignoriert
habe
und nun muss sie doch operiert werden. Und hat mehr Probleme, weil sie
älter ist und die Narkose vielleicht nicht so gut wegsteckt. Aber das ist
meine persönliche Ansicht und jeder Tierhalter muss das ohnehin mit sich
selbst ausmachen, wo seine Verantwortung anfängt und wo sie aufhört.

LG

Sheena

Topic: Kastration eines R&uuml;den?

 Post subject: Kastration eines R&uuml;den?
Posted: 2004-01-07 15:19:20 

Replies: 250
Views: 1738


Karina Leo-Steffen wrote:

> Für mich ist erstmal das ausschlaggebend, was die gängige
> Lehrmeinung der Veterinärmediziner in D ist.

Dazu nur ein paar links DEUTSCHER Tierärzte:

http://www.kleintierpraxis-am-hafen.de/kastrationh.html
http://www.tiersprechstunde.info/info/kastration.html
http://www.tierklinik-hach.de/wissen/huendin2.html
http://www.vets4pets.ch/Hunde/kastration hunde.html
http://www.hundewelten.de/index.html - dann zur Themenübersicht gehen

Leider konnte ich keine links von Tierärzten finden, die eine
Sterilisation
einer Kastration vorziehen oder sie befürworten.

Wenn irgendwer hier noch genauere Auskünfte zum Hormonhaushalt, zum Zyklus
der Hündin oder zu den verschiedenen Methoden der
Fortpflanzungsverhütung
und ihren Nebenwirkungen hat, sollte er/sie sich einfach ein paar
Fachbücher oder Fachzeitschriften durchlesen oder sich von einem Tierarzt
(am besten in Form einer Visite) beraten lassen. Aber langsam glaube ich
ohnehin (nicht ganz ohne Zynismus), dass es hier ein paar gibt, die immer
alles besser wissen! Nichts für ungut!

LG Sheena

Topic: Mammotumore - ganz dringend!

 Post subject: Mammotumore - ganz dringend!
Posted: 2004-01-07 15:28:45 

Replies: 32
Views: 1316


Liebe Inge,

es gibt hier sehr viele gegensätzliche Meinungen bez. OPs bei Hunden. Ich
empfehle dir (als Tierärztin), auf jeden Fall alle Tumore operieren zu
lassen. Das Risiko für Mammatumore kann durch Kastration (genauergesagt
durch Ovariohysterektomie) nach der 2. Läufigkeit nicht mehr gesenkt
werden, aber es kann auch keine Metropathie (Entzündung od. Entartung der
Gebärmutter) mehr auftreten, was leider bei älteren Hündinnen
auch häufig
vorkommt. Besser alles in einem zu erledigen als ev. in 1,2 Jahren noch
eine dritte OP durchzuführen.
Zusätzlich (auch abhängig vom pathohistolog. Befund der Tumore)
würde ich
deine Hündin auch mit Misteltherapie und/oder NeyTumorin (od. NeyLing)
Tropfen behandeln, um das Risiko einer Metastasierung einzuschränken.

LG

Sheena

Topic: Angina und Cortison?

 Post subject: Angina und Cortison?
Posted: 2004-01-14 14:37:26 

Replies: 20
Views: 793


Hi!

Finde ich auch etwas übertrieben, so bald mit Cortison loszulegen. Bez.
Antibiotika: hatte dein Hund Fieber? Und wie schwer waren seine
Beschwerden?
Viele junge Hunde haben schnell mal eine Tonsillitis. Weil sie in den ersten
Lebensmonaten wie kleine Kinder alles gleich mal in den Mund nehmen und
ständig mit vielen Keimen Kontakt haben. Je nach Abwehrlage entwickelt
sich
daraus dann eine Entzündung der Mandeln oder nicht, mal mit Eiter oder
Fieber oder ohne.
Ich glaube, das wichtigste ist, sein Immunsystem (Echinacea) zu stärken,
und
die Entzündung mit Homöopathie (gute Erfolge mit Belladonna z.B.)
anzugehen. Sollte er sehr grosse Schmerzen haben, kann man schon auch
Schmerzmittel geben, die glz. auch entzündungshemmend wirken. Oft gibt man
dann auch Antibiotika, sicher auch, weil viele Besitzer das wünschen, wenn
der Hund Halsschmerzen hat (und weil sie selbst auch oft welche vom Arzt
bekommen und glauben, ohne wirds nichts). Warme Halswickel, Ruhe und ev.
Salbeitee, wenn er das trinkt. Sollte er sichs gefallen lassen, kann man
die Mandeln auch pinseln mit Chlorhexidin-Lösung.

LG

Sheena

Topic: Angina und Cortison?

 Post subject: Angina und Cortison?
Posted: 2004-01-15 15:04:31 

Replies: 20
Views: 793


Kairn Faltin wrote:

> Was genau ist Belladonna? Und Echinacea kann ich ihm problemlos geben? In
> welcher Dosierung?

Belladonna ist die Tollkirsche (genau: Atropa belladonna).Sie gehört in
die
Familie der Nachtschattengewächse. In ihrem Urzustand ist sie hochgiftig
aufgrund ihrer Alkaloide, in geringen Dosen wird sie in der Medizin das
Atropin (medizin. interessanter Inhaltstoff) als Parasympatikolytikum
benutzt. Das heisst grob gesprochen, die Wirkung des vegetativen
Nervensystems wird angeregt. Das führt z.B. zu Symptomen wie Erhöhung
der
Herzfrequenz, Weitstellung der Pupille, Krämpfe und Erregungszustände
(Vergiftung: Tod durch Atemslähmung). In der Homöopathie verwendet
man sie
häufig bei starken, akuten Entzündungen (neben anderen
"Entzündungsmittel"
wie Aconitum oder Rhus toxicodendron). Tiere im Belladonna-Stadium haben
häufig grossen Durst auf kaltes Wasser (trockene Schleimhäute) und
wechselndes Fieber.
Wie Birgit oben schon erwähnt hat, ist das aber nur eines von mehreren
homöopathischen Möglichkeiten bei Tonsillitis, es kommt auf das Tier
und
die ihm eigenen Symptome an, ob Belladonna hier das beste Mittel der Wahl
ist. Es war auch nur ein Vorschlag. Vielleicht findest du einen Tierarzt,
der sich mit Homöopathie beschäftigt, und der dich hier gut beraten
kann,
denn die Homöopathie ist ein sehr komplexes aber wirkungsvolles Mittel zur
Heilung von Krankheiten.

Echinacea kannst du als Saft in der Apotheke kaufen, ohne Alkohol
selbstverständlich. Gib ihm 3x tgl 1 Kaffeelöffel, pur oder ins
Futter.

LG

Sheena

Topic: Zuverlässigkeit von "Chips" (lang)

 Post subject: Zuverlässigkeit von "Chips" (lang)
Posted: 2004-01-16 15:28:56 

Replies: 14
Views: 1260


Patrick Schumacher wrote:


> Das ist doch eine riesige Verschwörung....
> Schon mal die Buchstaben aller Hersteller+Währung
zusammengezählt? Na, was
> kommt dabei raus? 23! Das sind die Iluminaten! Die geben defekte Chips
> aus. Aber die sind gar nicht defekt sondern werden irgendwann aktiviert um
> mit ferngesteuerten Hunden die Welt zu erobern!

*LOL*

Sheena

Topic: Labrador hinkt

 Post subject: Labrador hinkt
Posted: 2004-01-21 15:17:44 

Replies: 10
Views: 98


Troll wrote:


> Ein drei Jahre alter Hund hat bestimmt keine Arthrose, das ist
> laecherlich...

DAS würd ich nicht unterschreiben. Bei Gelenksdysplasien haben auch schon
jüngere Hunde Arthrosen. Obwohl das ziemlich gut am RÖ zu sehen ist,
meistens. Am sichersten im MRT.

LG Sheena

Topic: Armer Hund - eine Odysee

 Post subject: Armer Hund - eine Odysee
Posted: 2004-02-05 14:47:18 

Replies: 72
Views: 385


Georg wrote:

> Spinnen die Medizinner eigentlich alle?

Hallo Helmut!

Nein, nicht alle spinnen. Aber dein armer Hund hat an dem Wochenende
anscheinend das Pech gepachtet.
Das mit dem Bein, dass die Schrauben nicht gehalten haben, war
wahrscheinlich nicht vorhersehbar (ich nehm an, sonst hätten sie es gleich
anders gemacht). Dass er sich auf der Heizmatte verbrannt hat, ist eine
ziemliche Sauerei. Ich versteh auch nicht, wie sowas immer wieder vorkommen
kann, aber anscheinend sind immer noch nicht alle vor dieser Gefahr
gewarnt...

Ich hoffe, dass dein Hund trotz all dieser Komplikationen bald wieder laufen
und sich des Lebens freuen kann.
Es ist dir wahrscheinlich kein grosser Trost, aber ich schätze, den
TÄ ist
das jetzt ziemlich unangenehm und sie werden sich bestimmt doppelt und
dreifach um deinen Hund bemühen...auch wenn das ein saublödes Malheur
war,
dass sehr einfach zu vermeiden gewesen wäre, ich bin sicher, dass ihnen
der
Hund auch wahnsinnig leid tut und sie alles tun werden, um ihm zu helfen.

Lg

Sheena

Topic: Armer Hund - eine Odysee

 Post subject: Armer Hund - eine Odysee
Posted: 2004-02-05 14:49:10 

Replies: 72
Views: 385


Sheena wrote:

> Hallo Helmut!

Sorry!!! Weiss auch nicht wieso ich da den falschen Vornamen geschrieben
hab...die Geschichte scheint mich etwas verwirrt zu haben.
Nix für ungut, Georg!!!

Sheena

Topic: Scheintr&auml;chtigkeit

 Post subject: Scheintr&auml;chtigkeit
Posted: 2004-03-16 11:27:46 

Replies: 6
Views: 484


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Topic: Zecken

 Post subject: Zecken
Posted: 2004-04-14 14:20:09 

Replies: 16
Views: 74


Rolf Hartwig wrote:

> Geh zum Tierarzt.
> Für Hunde gibt es Präparate zum ins Haar träufeln, die
schützen etwa einen
> Monat (z.B. Exspot) oder Halsbänder wie Scalibor.
> Bei Katzen weiss ich da nicht Bescheid.

Exspot darf man bei Katzen nicht anwenden, aber es gibt andere gute
Präparate wie Frontline.
Zeckenhalsbänder würde ich bei freilaufenden Katzen nicht empfehlen
(können
irgendwo hängen bleiben)

Lg

Sheena

Topic: Beruhigungsmittel für ängstliche Hunde!?

 Post subject: Beruhigungsmittel für ängstliche Hunde!?
Posted: 2004-05-06 11:50:31 

Replies: 120
Views: 579


Karina Leo-Steffen wrote:

> werte diese grandiose Methode nicht einfach so ab!
> Drogen reinstopfen ist wohl einfacher als selbst aktiv
> zu werden? :-)

Tellington ist schon super, aber deswegen sind Bach-Blüten noch lange
keine
Drogen! Oder sind für dich Homöopathika auch Drogen? Wie kann etwas
eine
Droge sein, wenn kein einziges Molekül einer Pflanze darin enthalten ist?
Und die Anwendung von Bach-Blüten setzt eigentlich vorraus, dass man sich
mit seinem Tier sehr intensiv auseinander setzt.
Ich würde das ganze von verschiedenen Richtungen angehen, nicht nur von
einer. Ausserdem sieht man dann ja, womit man selbst und der Hund am besten
arbeiten kann.

LG

Sheena

Topic: Beruhigungsmittel für ängstliche Hunde!?

 Post subject: Beruhigungsmittel für ängstliche Hunde!?
Posted: 2004-05-06 15:01:22 

Replies: 120
Views: 579


Karina Leo-Steffen wrote:

> Selbstverständlich.
> Ein Droge ist Erzeugnis aus dem Tier- oder Pflanzenreich, welches
> arzneilich oder technisch verwendet wird.

von Inge Schneider:
Drogen: Ursprünglich Bezeichnung für getrocknete Arzneipflanzen oder
deren Teile, die direkt oder in verschiedenen Zubereitungen als
Heilmittel verwendet oder aus denen die Wirkstoffe isoliert werden.

Also: Bachblüten werden je nach Verfahren (es gibt 2 verschiedene) in
Wasser
eingelegt, danach bleibt dieses Blütenwasser in der Sonne stehen oder wird
aufgekocht, dann wird alles abgeseiht und filtriert und nur das Wasser
weiterverwendet. Im Wasser selbst befinden sich keine Blütenbestandteile
mehr. Eben gar nichts! Auch keine Wirkstoffe. Ergo --> keine Droge nach
obiger Definition.
Bei homöopathischen Arzneispezialitäten sind nur in den unteren
Potenzen bis
D6 (soweit ich weiss, kann mich da aber auch irren) noch wenige Moleküle
der Ausgangssubstanz nachweisbar. Bei Potenzen im C-Bereich und höher
jedenfalls nicht mehr. Ergo --> keine Droge nach obiger Definition.

Allerdings ist das sowieso I-Tüpfel-Reiterei.

> Ist denn überhaupt was drin?

Jedenfalls keine Wirkstoffe wie in anderen Medikamenten. Aber wie es wirkt
weiss man ja (leider noch) nicht. Obwohl ich nicht glaube, dass etwas nicht
wirkt, nur weil man noch kein Verfahren kennt, diese Wirkung zu beweisen.

Und ja, Homöopathika haben "Nebenwirkungen", wenn man damit die
sog.
"Erstreaktion" meint. Wenn man das falsche Mittel häufig genug
verwendet,
kann man sogar (unfreiwillig) eine Arzneimittelprüfung damit machen.
Bachblüten haben keine Nebenwirkungen. Auch dass es eine Erstreaktion wie
in
der Homöopathie geben soll, ist umstritten. Sie sollen nur ausgleichend
wirken, wo nichts zum Ausgleichen ist, passiert auch nichts.

LG

Sheena

Topic: Kastration eines R&uuml;den?

 Post subject: Kastration eines R&uuml;den?
Posted: 2004-01-05 22:08:01 

Replies: 250
Views: 1738


Karina Leo-Steffen wrote:

> Dieses Buch habe ich zu Hause stehen und es steht zu dem Thema
> "Komplikationen bei sterilisierten Hündinnen" genau gar
nichts drin,
> nicht mal ein winziges Sätzchen.

Stimmt. Du hast es ja sogar gelesen! ;-) Es war nur ein Beispiel für
Literatur über Hundekrankheiten. Leider hab ich nicht eine gesamte Mappe
mit Bezugsquellen über das Thema "Komplikationen nach Sterilisationen
und
Kastrationen" zuhause rumstehen. Aber sollte mir eine schriftliche Quelle
über den Weg laufen, werd ich sie gern an dieser Stelle posten. Allerdings
lernt man solche Sachen schon bei uns auf der Uni (ohne Quellenangaben -
das würde wahrscheinlich den Rahmen des Studiums sprengen).

> Dürfen sich in freilebenden festen Rudeln immer alle fortpflanzen?

Nein, nur die ranghöchsten Tiere. Aber keiner fragt, ob in der freien
Natur
Gebärmutterentzündungen und Mammatumore vorkommen. Bzw ob die Tiere
so alt
werden, um sie zu bekommen.

> Und wenn der Rüde sterilisiert ist, ist der Akt der Fortpflanzung
> erlaubt.

Was aber nichts an der hormonellen Situation der Hündin ändert, die
der
Grund für die eventuellen Komplikationen im Alter sind.

> Super, da habe ich ein Symptom und eine Ursache und was wird gemacht?
> Auf Kosten des Hundes wird weiter an den Symptomen rumgeschnippelt,
> anstatt
> mal die Ursache für diese Degeneration zu beseitigen.

Da bin ich deiner Meinung...

> Aber wenn es durch die Massenzucht vererbbar ist, kann es sich
> eigentlich
> gar nicht vererben, wenn die Hündinnen möglichst früh
kastriert werden
> sollen.

Es ist nicht durch Zucht vererbbar (zumindest mir nicht bekannt), aber
vielleicht sind die Hunde im Allgemeinen weniger widerstandsfähig.

> Menschen haben diesen hormonellen Stress sogar 1 mal im Monat.

Wie gesagt, der Geschlechtszyklus einer Hündin ist anders als der eines
Menschen. Menschen werden meines Wissens nach auch nicht
"scheinträchtig".
Zumindest nicht aufgrund ihres Hormonzyklus.

> Dein Risiko an Mamma-Ca zu erkranken beträgt immerhin über 10%.

Hm...bei Hündinnen beträgt das Risiko immerhin schon 25%. (ha! eine
Quelle:
Prof.J.E.Aurich, Klinik Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie,
VetmedUni
Wien, Mai 2001)

> Es kann kein Allheilmittel sein, Tiere zu amputieren, um eventuelle
> Krankheiten
> zu verhindern.

Das stimmt. Aber solange man als Mensch die Verantwortung für sein Tier
hat,
kann man auch nicht so tun, als gäbe es diese Krankheiten nicht und als
könnte man sie nicht vielleicht im Vorfeld verhindern. Ich habe nicht das
Gefühl, dass die Hündinnen unter der Kastration leiden. Sehr wohl
aber
später unter den beschriebenen Krankheiten. Ich persönlich würde
mir nicht
vorwerfen wollen, dass ich vom Risiko gewusst hätte, es aber ignoriert
habe
und nun muss sie doch operiert werden. Und hat mehr Probleme, weil sie
älter ist und die Narkose vielleicht nicht so gut wegsteckt. Aber das ist
meine persönliche Ansicht und jeder Tierhalter muss das ohnehin mit sich
selbst ausmachen, wo seine Verantwortung anfängt und wo sie aufhört.

LG

Sheena

Topic: Kastration eines R&uuml;den?

 Post subject: Kastration eines R&uuml;den?
Posted: 2004-01-07 15:19:20 

Replies: 250
Views: 1738


Karina Leo-Steffen wrote:

> Für mich ist erstmal das ausschlaggebend, was die gängige
> Lehrmeinung der Veterinärmediziner in D ist.

Dazu nur ein paar links DEUTSCHER Tierärzte:

http://www.kleintierpraxis-am-hafen.de/kastrationh.html
http://www.tiersprechstunde.info/info/kastration.html
http://www.tierklinik-hach.de/wissen/huendin2.html
http://www.vets4pets.ch/Hunde/kastration hunde.html
http://www.hundewelten.de/index.html - dann zur Themenübersicht gehen

Leider konnte ich keine links von Tierärzten finden, die eine
Sterilisation
einer Kastration vorziehen oder sie befürworten.

Wenn irgendwer hier noch genauere Auskünfte zum Hormonhaushalt, zum Zyklus
der Hündin oder zu den verschiedenen Methoden der
Fortpflanzungsverhütung
und ihren Nebenwirkungen hat, sollte er/sie sich einfach ein paar
Fachbücher oder Fachzeitschriften durchlesen oder sich von einem Tierarzt
(am besten in Form einer Visite) beraten lassen. Aber langsam glaube ich
ohnehin (nicht ganz ohne Zynismus), dass es hier ein paar gibt, die immer
alles besser wissen! Nichts für ungut!

LG Sheena
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