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On Sat, 10 Apr 2004 21:00:49 +0200, Birgit Niephaus wrote:
>>Also unsere Nachbarn haben zuerst mal gefragt ob sie duerfen und ein
>>"nein" war auch kein Problem.
>
>Hmmh, so ist es ja auch ok wobei die Nachbarn für mich nicht unbedingt
>Fremde sind.
Wenn Hundi frisch aus Amiland kommt, sind alle Menschen aussenrum
erst mal Fremde :-).
Dieser spezielle Nachbar hat Angst vor Hunden, also ist da auch (erst
mal zumindest) nichts mit grossartig bekannt machen. Der "liebe" BC
unserer Mieter hatte ihn naemlich prompt mal gezwickt/gebissen.
Der "Typ" darf da ein und aus gehen, weil er da nun mal hingehoert.
Da
wird nicht Alarm geschlagen und damit bin ich im ersten Schritt schon
mal zufrieden.
Und so nebenbei: bei uns jetzt gerade nicht, aber es soll auch
Menschen geben, die Nachbarn sind und trotzdem Gift verteilen.
>Ich meine wirklich fremde Leute, die nicht fragen.
>Meist andere Hundebesitzer, die ihrem was geben und meinem gleich mit.
Ist mir noch nicht passiert.
>>Sie ist jetzt ein Jahr alt und laesst sich halt irre schnell ablenken.
>>Wenn sie abgelenkt ist "hoert" sie mich sehr wohl, nur meint
sie, dass
>>abgelenkt sein ein Freibrief zum taubstellen ist, wenn sie gerade
>>nicht mag.
>
>Wahrscheinlich hat sie schon mal besser gehört und probiert jetzt aus?
Sie probiert es zum X-ten mal aus.
Wann, wo, warum, wieso, weshalb, habe ich in einem vorherigen posting
geschrieben.
>Aber *herkommen* z.B. bleibt *herkommen*, egal ob Wunsch oder Befehl.
Nein.
Ein "komm doch mal her" ist kein "komm her" und auch kein
"hierher".
Genausowenig wie ein "komm mit" ein "bleib hier" ist.
1. "komm doch mal her" = Wunsch
2. "komm her" = Befehl = komm irgendwo in Armreichweite
3. "hierher" = Befehl = komm hierher und setz dich vor mir hin
Alle drei beinhalten "her" und die ersten beiden "komm",
aber sie
bedeuten etwas vollkommen verschiedenes.
Ich sage auch nicht "Platz", wenn ich meine "leg dich irgendwo
hin"
und ab und zu heisst das dann auch "gehzu, geh irgendwo platzen" *g*.
Ich sage auch nicht "Platz", wenn sie auf ihren Platz gehen soll, das
heisst dann "geh auf deinen Platz". Das sind zwei voellig
verschiedene
Dinge, aber beides uebrigens Befehle.
Wie dem auch sei, fuer Wunsch oder Befehl verwende ich nicht die
exakt gleichen Worte und Tinka kennt die Unterschiede sehr wohl.
Aber: Solange Tinka etwas ganz neues lernt, ist alles immer irgendwie
Wunsch und man muss anfangs hoellisch aufpassen ein neues Kommando
eben nicht zu "wuenschen", wenn sie es in dem Moment sowieso nicht
machen wuerde. D.h. "rechts" z.B. ist momentan noch ein Wunsch von
mir, der nur dann gewuenscht wird, wenn sie es auch selbst machen will
und der irgendwann das rechte Gegenstueck zum "Fuss" werden soll.
Wenn
sie es dann mal sicher gelernt hat, muss sie eben bei diesem Woertchen
noch dazulernen, dass das immer gilt und zwar auch dann, wenn sie
gerade keine Lust dazu hat. Dann erst wird der Wunsch zum Befehl
"umgebaut".
>Und wenn Frauchens Stimme sich schon fast überschlägt,
könnte es das
>Herkommen verlangsamen.
Meine Stimme "ueberschlaegt" sich nicht, sie wird lauter und eher
tiefer, bestimmter und drohender, wenn sie denn jetzt wirklich
sofort hoeren soll.
>>Dieses Problem kommt eben von den "mangelnden Sanktionen".
Wenn ich
>>nicht wirklich stinkig bin, hatte sie eben kaum etwas zu erwarten das
>> sie tatsaechlich kratzt.
>>Den Tonfall, den ich draufhabe wenn ich zu kochen beginne (oder halt
>>wenn es "brennt"), kann ich nicht bewusst simulieren, will
ich auch
>>gar nicht. Deswegen sagte ich auch, dass wir bei den Sanktionen und
>>deren "notwendigen Haerte" noch etwas schwimmen.
>
>Bei Hundi kann man so richtig sauer werden aber ob der Tonfall dabei
>hilfreich ist? Vielleicht doch mit Pfeife? Die klingt immer gleich.
*hmpf*
Wie oft habe ich jetzt getippselt, dass unser eigentliches Problem
nicht der Tonfall ist, sondern ein "Durchsetzungsproblem"?
Pfeife finde ich bloed :-).
Wie pfeife ich damit "Fuss", "Platz auf Distanz" usw.? Da
sehe ich nur
eine Aufgabe der Pfeife, ein globales "komm her".
Ich pfeife auch manchmal nach ihr, aber ohne "Geraetschaft". Das
klingt jeweils auch unterschiedlich, je nachdem was ich gerade will.
Mal ein "komm zu mir rueber", mal ein "hey, schau mal" oder
auch "mach
hinne", aber das laeuft einfach so nebenher mit.
Nochmal, es liegt nicht an meinem Tonfall im speziellen, sondern an
dem nicht deutlich genug durchsetzen, dass das sofort auch in
diesem Tonfall bereits tatsaechlich so gemeint ist. Wenn es brennt
kommt dieses "tatsaechlich" eben mit meinem dementsprechend anderen
(ziemlich harschen) Tonfall rueber, wenn es nicht brennt eben nicht.
Und dafuer brauche ich jetzt einen "Durchsetzungsmechanismus", der
bei
meinem Hund anschlaegt und nicht einfach so verpufft.
Ansonten koennte ich ja auch die "Abkuerzung" nehmen und mit ihr
gleich auf einen DSH-Schrei-Platz gehen um den "richtigen" Tonfall zu
lernen *g*.
Tschau
Marion
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