Hund und Damwild vergiftet
Vom 29.01.2004
Bur. Rätsel gibt der Polizei eine offensichtlich nachhaltige
Vergiftungswelle von Tieren auf. So wurden in den zurückliegenden Tagen in
Alzey und Saulheim Tiere absichtlich vergiftet.
Das Werk eines unbekannten Täters in Alzey ist beachtlich: Er vergiftete
vermutlich an vier zurückliegenden Nächten fünf Stück
Dammwild, ein Mufflon
und einen Rothirsch. Die Tiere werden in einem Wildgatter in der
Adolf-Kolping-Straße, in unmittelbarer Nähe zur Autobahnbrücke
der A 61
gehalten.
Sie wurden von ihrem Besitzer jeweils morgens tot im Gatter aufgefunden. Die
genaue Todesursache der Tiere steht zur Zeit noch nicht fest,
weiterführende
Ermittlungen sind im Gange.
Einem heimtückischen Giftanschlag fiel auch ein Hund in Saulheim zum
Opfer.
Die Hundehalterin ging am Sonntag mit ihrer dreijährigen Hündin in
Saulheim,
in der Bachgasse, um 16.15 Uhr spazieren. Das Tier war nicht angeleint und
blieb in der Bachgasse vor einer Hecke kurz stehen. Dabei beobachtete die
Halterin, wie der Hund etwas vom Boden aufnahm und fraß, machte sich aber
darüber keine weiteren Gedanken. Nach dem üblichen Spaziergang trat
die Frau
mit der Hündin den Weg nachhause an.
Etwa eine Stunde später musste sich das Tier stark erbrechen. Die
Hundehalterin suchte sofort eine in Saulheim ansässige Tierärztin
auf. Den
Symptomen zufolge - Erbrechen, starker Speichelfluss, Durchfall und
Krämpfe
- diagnostizierte die Ärztin eine Vergiftung.
Nach der Erstbehandlung in der Tierarztpraxis wurde die Hündin sofort in
eine Alzeyer Tierklinik gebracht und dort weiter behandelt. Trotz intensiver
Bemühungen war der Hund nicht mehr zu retten und verendete im Laufe des
folgenden Montags unter starken Schmerzen.
In der Tierklinik konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass die Hündin
einen mit dem Pflanzenschutzmittel E 605 präparierten Giftköder
gefressen
hatte.
In beiden Fällen bittet die Polizei um sachdienliche Hinweise unter der
Rufnummer (06731) 911100.
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel id=1356066